Cichanebi-Salzsee

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Kurzbeschreibung[Bearbeiten]

[?] Cichanebi-Salzsee
Cichanebi.png
Ina Kramer
© Alle Rechte vorbehalten.
Wie Sand in Rastullahs Hand Seite 37
Eine Reisegruppe überquert den Salzsee
See
Zugehörigkeit
derographisch Khôm
politisch Kalifat, Sultanat Unau
Nachbarregionen
Khôm
Pfeil-Nord-Grün.png
Manekh-Chanebi Pfeil-West-Grün.png Cichanebi-Salzsee Pfeil-Ost-Grün.png Wadi Dschenna
Pfeil-Süd-Grün.png Pfeil-Südost-Grün.png
Shadif Unauer Berge
Mit freundlicher Genehmigung von
Ulisses Spiele und Uhrwerk Verlag

Der nördlich der Oasenstadt Unau gelegene Cichanebi oder Chichanebi (von Rssahh Chssh'Zssn, totes Wasser) am südöstlichen Rand der Khômwüste ist mit einer Ausdehnung von 75 Meilen in Nord-Süd-Richtung und 15 Meilen in Ost-West-Richtung einer der größten Seen und der größte Salzsee Aventuriens.
Sein einziger Abfluss ist der Chaneb, der am Südufer des Sees entspringt und ebenfalls sehr salzhaltig ist (laut den Bewohnern von Kannemünde kann man Fische direkt im Fluss pökeln).
Inmitten des Sees liegt der Ahmar Medjel, der "Rote Turm".
Der Cichanebi ist während der Trockenzeit begehbar, und die Salzgänger fördern hier Salze und Lake, mit denen im nahen Unau gehandelt wird. Außer den Salzgängern traut sich kaum jemand auf den See heraus: er ist ebenso gefährlich, wie es irdische Salzseen sind, und dazu kommen Treibsandfelder, Geysire und Illusionen (tul.: Fata Morgana).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Chinabebi war zur Zeit von Zze Tha ein Teil des Alten Meeres - das durch das Ritual des Chr'Szess'Aich mit der Stadt und dem Garten Pyrdacors entrückt wurde. Das zurückgebliebene Wasser verdunstete größtenteils in dem extremen Klima der Khôm.
Dass er nicht gänzlich ausgetrocknet ist liegt neben einigen unterirdischen (oder unterseeischen) Quellen an den Wasserläufen aus dem Manekh-Chanebi; während der Regenzeit wird er außerdem von dem Wadi Dschenna gespeist. Dann werden große Teile des Sees überflutet oder verschlammt und die Salzkrusten brechen auf. In Unau werden Schauergeschichten über echsische Monster erzählt, die im Salz eingegangen und konserviert worden sein, und Geistern, die auf dem See umgehen sollen.

Irdisches[Bearbeiten]

Vorbilder[Bearbeiten]

In dem Abenteuer Wie Sand in Rastullahs Hand wird eine Szene beschrieben, die sehr ähnlich in dem Karl May-Roman Durch die Wüste vorkommt. Wir können also davon ausgehen, dass die irdische Vorlage für den Cichanebi der Chott el Djerid in Tunesien ist.
Die generelle Beschreibung erinnert aber natürlich auch an andere Seen, Wüsten und Senken.

Chott el Djerid

Unverkennbar ist auch die im Namen Unau vorhandene Parallele zum Uyuni Salzsee, der in Bolivien liegt.

Gefahren[Bearbeiten]

Während viele irdische Salzseen entweder genau wie Meere genutzt werden (zum Beispiel das Tote Meer) oder ganz und gar trocken sind, so dass sie befahren werden können, gibt es auch auf der Erde den einen oder anderen tückischen Salzsee oder -sumpf.
Ein Beispiel dafür ist der Lop Nor in Zentralasien, in dem erst vor relativ kurzer Zeit ein Wissenschaftler verloren ging; ein anderes Beispiel wäre die Munhafad al-Qattara, deren tückische Umweltbedingungen im zweiten Weltkrieg als Falle eingesetzt wurden (die Senke galt unter anderem wegen der gefährlichen Salzsümpfe als undurchquerbar für motorisierte Fahrzeuge).

Solche Gebiete sind fast ausgetrocknete Seen, in denen die im Wasser enthaltenen Salze in Trockenphasen zu Schollen an der Oberfläche kristallisieren, die sich gegen- und auch übereinander schieben und teilweise scharfkantig aufgebrechen. Diese festen Oberflächen sind manchmal nur schwer von der Umgebung zu unterscheiden, da sich Sand und Erde mit Salz mischt, und sie sind in jedem Fall trügerisch: die Krusten sind meist viel dünner, als sie aussehen, und direkt unterhalb dehnt sich ein Sumpf aus zähem Schlamm aus.
Im Lop Nor findet sich dieser Schlamm nur einen halben Meter unter der Oberfläche.

Die Überquerung ist auch mit einem kundigem Führer sehr gefährlich. Die Gefahren der Wüste (Hitze, Wassermangel, das Risiko plötzlicher Sandstürme) sind alle auch auf in der Wüste gelegenen Salzseen ein Problem. Hinzu kommen neben dem unsicheren Boden Orientierungsschwierigkeiten: Salzstaub in der Luft erschwert das Atmen, neben gleißenden Lichtreflektionen auf dem glänzenden Salz gibt es auch auf irdischen Salzseen häufig Luftspiegelungen, und obendrein ist die Schallverbreitung für Fremde ungewohnt, und Wind und Sturm erzeugen unheimliche Geräusche.

Publikationen[Bearbeiten]

Ausführliche Quellen[Bearbeiten]

Ergänzende Quellen[Bearbeiten]

Erwähnungen[Bearbeiten]

Bildquellen[Bearbeiten]