Benutzer:Wahnfried/DSAG

aus Wiki Aventurica, dem DSA-Fanprojekt
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Vorgeschichte

1985 wurde ich in meinem Freundeskreis angesprochen und gefragt, ob ich an DSA Interesse hätte. Nachdem mir kurz beschrieben wurde, worum es in dem Spiel ging, bejahte ich dieses. Schon zwei Tage später saß ich mit meinem ersten Spielleiter am Tisch, der mir das Spiel erklärte und mich in die Regeln von DSA1 einführte. Im Anschluss ging es natürlich in das sagenumwobene Abenteuer Silvanas Befreiung aus der Basis Box. Fasziniert von dem Spiel ging es eine Woche später in einem selbstgefertigten Dungeon Marke "Erschlage alle Monster, Sammle alle Schätze" weiter. Hintergrundstory..? Egal! Leider musste mein Zwerg in diesem zweiten Abenteuer sein Leben aushauchen.

Trotzdem fasziniert von dem vollkommen andersartigen Spiel blieb ich dabei und besorgte mir die Basis Box von meinem kargen Taschengeld. Das Regelheft dieses Bandes besitze ich heute noch. Die Heftklammern der Bindung haben längst aufgegeben, so dass es heute von einem Leinenbindfaden zusammengehalten wird. Für weitere Abenteuer reichte mein Taschengeld aber zunächst nicht aus, so dass ich Dungeons in bewährter Hack & Slay Manier selber entwarf. Ein paar Monate später kam das erste Kaufabenteuer hinzu: Die Verschwörung von Gareth. Da der Vorrat der Dokumente der Stärke und Pläne des Schicksals in der Basis-Box keinesfalls ausreichend gewesen ist, mussten schnell Zusatzblöcke her. Nach dem zweiten habe ich mich dann auch in die Warteschlange der damals aus dem Boden sprießenden Copyshops gestellt und für das gleiche Geld weit mehr Kopien bekommen. Auch die Ausbaubox kam etwa ein Jahr später dazu. Dort bedienten wir uns natürlich der neuen Waffen, der neuen Zauber und der neuen Spielercharaktere, wobei wir die Geweihten eher außen vor ließen. Die Talentregeln des Ausbauspiels ließen wir weg und blieben bei dem einfachen Regelsystem von DSA1.

In den folgenden Jahren spielte ich in meinem Bekannten- und Freundeskreis in diversen lockeren Spielrunden immer wieder mal DSA, neben zahlreichen anderen Gesellschaftsspielen. In den Ferien war ich eher am Spieltisch als am Strand zu finden. Durch den Eintritt ins Berufsleben wanderte DSA abrupt ins Spieleregal und blieb dort. Nach dem Ende der Ausbildung holte ich es nur sehr selten mal wieder aus der Versenkung. 1992 endete es gänzlich, da ich aus beruflichen Gründen gezwungen war, meinen Wohnort in ein anderes Bundesland zu verlegen.

1996 - Back to DSA

Zugegeben, ich hab damals einige Male darüber nachgedacht, die DSA-Sachen auf dem Flohmarkt zu verkaufen, da ich eher nicht mehr damit rechnete, nochmal DSA zu spielen. Es waren mehrere Zufälle, die dafür sorgten, dass ich 1996 wieder zum DSA spielen gekommen bin und seit dem eigentlich durchgehend in mindestens einer Spielrunde, meist aber in zwei oder gar mehr Spielrunden aktiv bin.

Wie der Zufall es wollte, traf ich im Juli 1996 meinen Nachbarn im Garten. Er hatte zufällig Besuch von einem anderen Bekannten. Bei Zigarette und einem Feierabendbier kam dieser dann irgendwann auf die Idee, mich zu fragen, ob ich DSA kennen würde, was ich natürlich bejahte. Einschränkend sagte er aber, dass er damit keinesfalls die Computerspiele meine, was ich mit "Wir verstehen uns schon" unterstrich. Natürlich unterhielten wir uns ausgiebig und er war sehr überrascht, dass ich über einen recht umfangreichen Fundus an alten DSA-Abenteuern verfügte. Insbesondere einige Exoten hätte er mir sicherlich sofort an Ort und Stelle abgekauft... Diesem Zufall verdanke ich nicht nur die Aufnahme in seine Spielrunde und dem Ausgraben und entstauben meines DSA-Materials, sondern weit mehr. Diese Einladung eröffnete mir die Möglichkeit, mein soziales Umfeld vollkommen neu zu gestalten und massiv aufzustocken. Dieser zufälligen Begegnung im Sommer 1996 verdanke ich heute nicht geringe Teile meines sozialen Umfeldes. Auch wenn wir heute kaum noch Kontakt haben, so bin ich ihm doch dafür sehr dankbar, dass er mich damals in seine Spielrunde eingeladen hat.

Wie schon gesagt, lud dieser Spieler (den ich der Einfachheit halber an dieser Stelle nach seinem am meisten Favorisierten Heldennamen Alrik nenne) mich damals in seine bestehende Spielrunde ein, womit ich nach gut vier Jahren Pause im Rollenspiel wieder aktiv wurde. In der Folgezeit organisierte ich mir zunächst das damals aktuelle Regelwerk in einem Fantasy Spezialgeschäft, dass er mir empfahl. In den folgenden Monaten und Jahren habe ich sukzessiv die Lücken in meiner Sammlung geschlossen. So kamen neben Regelwerken und Abenteuern auch Romane und einige DSA Exotika wie bspw. das Quartett, die Depeschentasche und vieles mehr hinzu. Auch ein Abo des Aventurischen Boten habe ich seit jener Zeit. Hatten die DSA Abenteuer und Regelwerke vorher bequem auf einem Regalbrett in meiner Schrankwand platz, so musste schnell ein eigenes Regal eines bekannten schwedischen Möbelhauses her. War dieses erste Regal damals 80cm breit (1997), so ist es heute (2015) durch Anbauten auf eine Gesamtlänge von 5,20 Meter angewachsen.

Die erste Runde - Von 1996 bis 1998

Gleich zwei Tage später lud mich Alrik zu sich nach Hause ein. Neben einer Einführung in das mir damals neue Regelwerk nach DSA3 generierten wir einen Charakter. Ich wollte damals einen schlichten Charakter spielen und entschied mich für einen Krieger aus Wehrheim. Um ihn an das Stufenniveau der aktuellen Spielrunde anzupassen gab es auch gleich ein Soloabenteuer, das mein Charakter absolvierte: Das Geheimnis der Zyklopen war das erste Abenteuer, dass wir damals spielten. Im Anschluss verabredeten wir uns für den ersten Spielabend in der neuen Spielrunde, der im August 1996 stattfand. In dieser Spielrunde traf man sich einmal im Monat, immer am ersten Samstag gegen 15:00 Uhr. Das Ende des Spielabends war nicht festgelegt und lag meistens zwischen 01:00 und 02:00 Uhr morgens.

Der erste Spielabend in der neuen Spielrunde ist mir nachhaltig in Erinnerung geblieben. Nicht etwa ob meines ersten Charakters nach DSA3 Regeln, besagtem Krieger Wehrheimer Schule, des gespielten Abenteuers Das Grabmal von Brig-Lo oder der netten Spieler (eine Dame und vier Herren), sondern wegen der Gesamtumstände des Spielabends: Sommer, Sonne, gefühlte 40°C Hitze im Wohnzimmer, keine wirkliche Lüftung trotz offener Fenster, alle Spieler inklusive mir waren Raucher (wo einem dann selbst als Raucher die Luft zu stickig war und man freiwillig zum Rauchen auf den Balkon ging...), in der Küche sorgten ein Hase und ein Chinchilla für eine Zuspitzung der bescheidenen Luftqualität und eine Party-Pizza am Abend, die sich mindestens drei Tage nach Verzehr noch mit einem unterhalten hat...

Auch wenn der erste Eindruck von der Spielrunde nicht der prickelnste gewesen ist, so bin ich doch dabei geblieben. Bei einem Besuch in meinem bevorzugten Fantasy Spezialgeschäft im August 1996 und einem zufällig gesehenen Aushang am Schwarzen Brett entdeckte ich ein Spielrundengesuch. Ich telefonierte mit diesem Spieler (im nachfolgenden nach seinem Charakter Traborius aus unserer Borbaradkampagne benannt) und lud ihn in die Spielrunde ein. Er nahm erstmals im September 1996 teil. Bei einem Besuch in einer Filiale einer großen Spielwarenkette im November 1996 schwatzte ich zufällig mit einem anderen anwesenden Spieler vor dem DSA-Regal, sehr zum Leidwesen seiner jetzigen Ehefrau, lang und breit über das Rollenspiel. Diese Zufallsbegegnung (im nachfolgenden Ugdalf nach seinem Barbaren benannt, der mit "chirurgischer Präzision" seine Barbarenstreitaxt schwingen konnte...) lud ich ebenfalls in die Spielrunde ein, an der er erstmals im Dezember 1996 teilnahm. Diese beiden "Zufälle" gehörten später zum festen Kern meiner Runde A.

Die folgenden Spielabende der nächsten eineinhalb Jahre waren geprägt von manchen Gegensätzen, die insbesondere nach dem Ende des Spielabends tagelang für Diskussionen und lange Telefonate sorgten: Bei den Charakteren kollidierten oft der "Schlichte Krieger" mit dem als "fahrender Händler getarnte Geweihte des Phex, der zugleich Meuchler war" oder der "Showeffektmagier" (nicht unter einem Feuerball mit einem "praktischen Magier" (viele kleine Klassiker)." Auch sonst kollidierte die Meinung von "Regelfetischist" ("In den Ausführungen des CC steht, dass es den Zauber nur da und da gibt, ergo für mich nicht...") und "Regelignorant" ("Der Zauber steht im CC, ergo kann ich ihn auch wählen") miteinander. Wir arrangierten uns aber. Als entscheidende Autorität galt der Spielleiter. Lies der eine dieses zu, gestattete der andere dieses nicht. In den eineinhalb Jahren erlebte ich insgesamt drei Spielleiter und wir hatten eineinhalb Jahre sehr oft sehr viel Spass am gemeinsamen Spiel. Im Februar 1998 zerfiel diese Spielrunde. Aus dieser Zeit stammten meine nachfolgenden Charaktere:

Nr. Name Charakter Regelsystem Stufe Status
1 Signore Cedrik Alrik zu Glaubenstein Krieger (Wehrheim) DSA 3 5 lebend
2 Olimon Wiesellauf Firnelf DSA 3 5 lebend
3 Magister Kaar Salarat Magier (Tuzak) DSA 3 9 tot

Die zweite Runde - Von 1997 bis 1999

Im Februar 1997, wir standen nach dem Spielabend noch am Auto und unterhielten uns über den frisch beendeten Spielabend, lud mich Ugdalf zu seiner Spielrunde ein. Gespielt wurde in dieser Spielrunde unter der Woche, immer am Dienstagabend zwischen 18:00 bis 22:00 Uhr, im Haus einer Studentenverbindung. Meiner damaligen Arbeitszeitregelung stand eine solche Terminierung nicht entgegen, was mir die Zusage sehr erleichterte. So nahm ich die Einladung sehr Interessiert an.

Die Spielabende waren im Gegensatz zur anderen Spielrunde doch sehr unterschiedlich: Zum Rauchen musste man vor die Tür und man saß auf harten Holzstühlen statt im bequemen Sofa. Wurde in der anderen Runde im Laufe des Spielabends Essen bestellt und vom ansässigen "Knödel Blitz" gebracht, so ist man in dieser Spielrunde bei der Anfahrt schon beim Imbiss seines Vertrauens gewesen und hat sich eine landestypische Spezialität seiner Wahl organisiert. Auch wurde in dieser Spielrunde viel Diskutiert, aber eher darüber, wie das Abenteuer zu lösen sei und nicht, ob und wie man welche Spielregel zu nutzen hatte. In Erinnerung sind mir sehr viele lustige Spielabende geblieben: Mein erster und bisher einzige Schelm, der ein buntes Hausschwein als Begleiter hatte und dieses an einer dicken Brokat Gardinenkordel als Leine mit sich führte. Einer der ersten Live-Rollenspiel-Einlagen, in dem es für den Konsum eines "Wüstentees" Abenteuerpunkte gab, der einem auch prompt aus der Thermoskanne serviert wurde und aus einer Mischung von Paniermehl und Zitronenteeextrakt bestand und in den Größen Espressotasse, Kaffeetasse und Kaffeebecher zu wählen war. Und natürlich, nicht zu vergessen, die Vorliebe der örtlichen "Knölleriche", an mein Auto nette Verzierungen aus Papier anzubringen, die ich dann Wochen später mit Spenden zwischen 20 bis 50 Mark an die Stadt honorieren durfte...

Zunächst fand die Spielrunde sehr regelmäßig statt. Kern dieser Spielrunde war neben Ugdalf ein weiterer Spieler (im folgenden Falk von Wehrheim nach seiner Figur in der Borbaradkampagne benannt), welcher regelmäßig mit von der Partie war. Er wechselte später mit in die Runde A. Die anderen Spieler wohnten entweder mit im Haus, waren ehemalige Bewohner oder wohnten im direkten Umfeld. Gelegentlich geriet der Terminkalender durcheinander: Anstehende Klausuren und Prüfungen sorgten mal für Ausfälle, Praktikas in unterschiedlichen Firmen führten zu Absagen und Spieler mit (oder ohne) Abschlüssen zogen zum einen aus dem Haus aus und blieben der Runde dann leider zum anderen fern. 1998 wurde die Spielrunde immer unregelmäßiger, weil uns oft die nötigen Spieler fehlten. Unser letzter Spielabend fand im Januar 1999 statt, danach lösten wir diese Spielrunde auf. Von mir gespielte Charaktere in dieser Runde waren unter anderem:

Nr. Name Charakter Regelsystem Stufe Status
1 Cosimo Rahimian Taderius Solonique el Washib Schelm DSA 3 6 lebend
2 Daanjew Xebbert Piddersen Krieger DSA 3 6 lebend
3 Magister Wolpje Wolpers Magier (Belhanka) DSA 3 7 lebend

Die dritte Runde (Runde A) - 1998 bis 2013

Entstehung

Bereits im November 1997 zeichnete sich ab, dass die Spielabende in der ersten Runde gezählt sind. Im Dezember 1997 wurde dieses dann akut. Mit Alrik sprach ich recht ausgiebig über die Situation. Auch er war nicht gerade sehr erbaut darüber, so dass wir uns dazu entschlossen, eine neue Spielrunde zu etablieren. In der Spielrunde sollte ich die Rolle des Spielleiters übernehmen. Es folgten Gespräche mit Traborius und Ugdalf. Beide sagten für diese neue Spielrunde zu. Auch Falk von Wehrheim und ein weiterer Spieler aus der zweiten Runde sagten ihre Teilnahme zu. Einen weiteren Spieler (im folgenden Peregrin nach seinem Charakter in der Borbarad Kampagne genannt) konnten wir aus dem Aventurischen Boten rekrutieren. Im April 1998 lud ich dann zum ersten Spielabend zu mir nach Hause ein.

Ablauf der Spielrunde

Den Ablauf für unsere Spielrunde hatte ich aus der ersten Runde übernommen und, bis auf wenige Ausnahmen, so beibehalten. Unsere Spielabende fanden in der Regel einmal im Monat statt und begannen gegen ca. 15:00 Uhr. Der Ort des Spielabends wechselte immer, so dass alle Spieler mal Gastgeber waren. Meist folgte ein allgemeines Gespräch über Themen abseits von DSA und Aventurien. Gegen ca. 16:00 Uhr folgte der Rückblick auf den letzten Spielabend. Fast immer fassten die Spieler den Vorabend zusammen und der Spielleiter ergänzte dieses dann um Inhalte, die noch vergessen wurden oder sonst einer speziellen Betrachtung bedurften. Danach wurde bis etwa 24:00 Uhr durchgespielt. Dann wurde nach einem Cliffhänger geschaut und der Spielabend am kommenden Termin fortgesetzt. Bei uns war es üblich, dass jeder etwas Junkfood mitbrachte, welches während der Spielabende verzehrt wurde. Zwischen 19:00 - 20:00 Uhr brachte der örtlich ansässige "Knödel-Blitz" eine warme Mahlzeit nach Wunsch. Das gegenseitige Bekochen war eher unüblich und geschah nur als Ausnahme. Raucher wies unsere Spielrunde keine auf, so dass auch keine Pausen oder das Frequentieren des Balkons erforderlich war. Alkoholkonsum war nicht erwünscht, wenn man mal von einem Glas Whisky nach der Mahlzeit absah.

Zugegeben, wir haben auch schon mal viel später angefangen, viel länger oder kürzer gespielt und auch sonst die Spielzeit variiert, je nach Bedarf halt. Auch waren unsere Mittagspausen gelegentlich recht lang. Vom damaligen Konzept, die Spielabende immer am ersten Wochenende eines Monats auszurichten, sind wir recht schnell abgerückt, da dieses doch sehr oft aus vielerlei Gründen nicht möglich war. Unsere Termine für die Spielrunden planten wir in der Regel für das gesamt Jahr im Voraus, denn aus unserer Erfahrung war nur so sichergestellt, dass auch alle am betreffenden Termin Zeit hatten.

Zusammensetzung

Unsere Startaufstellung 1998 bestand aus Alrik, Ugdalf, Traborius, Falk von Wehrheim, Peregrin, einem weiteren Spieler und mir. Der weitere Spieler war leider bis auf einmal meist verhindert und stellte seine Teilnahme an unserer Runde recht schnell ein. Recht kurz nach dem Start unserer Spielrunde brachte Traborius einen weiteren Spieler in die Runde ein (im folgenden Albion nach seinem Charakter in der Borbarad-Kampagne genannt). Dieser brachte gut ein halbes Jahr später seine damalige Freundin und jetzige Frau mit in die Spielrunde (im weiteren Kaukalati genannt). In dieser Besetzung spielten wir gut ein ganzes Jahr weiter, ehe Alrik, der bis dahin immer wieder unerwartet fehlte, die Runde verließ. Mitte 1999 brachte Ugdalf noch einen Spieler in die Runde ein (im folgenden Ogrim nach seinem Charakter in der Borbarad Kampagne genannt).

In dieser Besetzung spielten wir bis zum Ende der Borbarad-Kampagne im Jahr 2007. Mehrfach hatten wir gemeinsam Diskutiert, ob wir die Spielrunde noch erweitern sollten, hatten dieses aber immer ob der recht starken Besetzung einerseits und der dann teilweise sehr weit fortgeschrittenen Kampagne andererseits negiert. Mit dem Ende der Kampagne verließen Albion und Kaukalati die Spielrunde. Beide waren zwischenzeitlich aus beruflichen Gründen ins Ausland gezogen und reisten für den Spielabend immer wieder an, was einen hohen Zeit- und Geldaufwand bedeutete. Gut ein halbes Jahr später verließ Ogrim die Spielrunde aus beruflichen Gründen.

In dieser Zusammensetzung spielten wir bis etwa 2010. Falk von Wehrheim brachte eine neue Mitspielerin mit in die Spielrunde, Traborius kurz darauf einen weiteren Mitspieler. Während die Mitspielerin uns gut ein Jahr später wieder verließ, blieb der neue Spieler uns erhalten. In dieser Besetzung spielten wir bis November 2013, als sich die Spielrunde trennte.

Die vierte Runde - 1999 bis 2003

Im Frühjahr 1999 erzählte Alrik, dass er eine weitere Spielrunde zu etablieren gedenkt. Da in der Runde A damals durchaus sehr großes Interesse bestand, in einer weiteren Spielrunde mit einem monatlichen festen Termin zu spielen, sagten einige von uns zu. Neben Peregrin, Falk von Wehrheim und einem weiteren Spieler nahm auch ich an der neuen Spielrunde teil. Alrik hatte weitere Spieler in die Spielrunde gebracht. Neben einem Spieler aus der ersten Runde, kamen drei weitere Spieler (im Weiteren Rangolf Askirson, Elwene Esbon zu Eslamsgrund und Alena von Altensee genannt).

Erstmals im Juni 1999 ging es In den Höhlen des Seeogers hoch her. Anschließend standen Folge dem Drachenhals und Auf der Spur des Wolfes auf dem Programm. Waren die Termine für die Spielrunde zunächst sehr regelmäßig, so fielen diese ab dem Jahr 2000 öfters äußerst kurzfristig aus. Im Herbst 2000 verließen Peregrin, Falk von Wehrheim und Alena von Altensee die Runde aus privaten/beruflichen Gründen.

Nach gut einjähriger Unterbrechung setzten wir die Spielrunde im Januar 2002 mit neuen Charakteren und einem anderen Handlungsstrang unregelmäßig fort. Mit insgesamt vier Spielern (inklusive Spielleiter) spielten wir noch bis Februar 2003 in dieser Konstellation. Anschließend lösten wir diese Runde endgültig auf. Besonders in Erinnerung geblieben sind der tolle Nachmittag im Garten des damaligen Vermieters von Alrik, der den Termin vollkommen verschwitzt hatte, der Handventilator mit dem Szenario Raucher vs. Nichtraucher sowie die vielen Radiergummizeichnungen...

Die fünfte Runde - 2002 bis 2011

Im Frühling 2002 gründeten Traborius und ich eine weitere Spielrunde. Ziel war eigentlich, einen gemeinsamen Bekannten in eine Spielrunde zu integrieren, was aber nichts wurde. Trotzdem lief diese Spielrunde zunächst sehr regelmäßig an. Traborius leitete die Spielrunde, in der in wechselnder Besetzung weitere zwei Spieler und drei Spielerinnen saßen, darunter auch Jyla von Latus Stamm , Elana ya Mandorino , Sirius Vincent von Wolfenberg, Arikarion Kupfermut, Fobosch, Sohn des Faruk und Jardiqua von Donnerbach. Etwa 2005 wechselte Jardiqua von Donnerbach auf den Spielleitersessel, gut ein Jahr später übernahm Traborius wieder. Im Laufe der Zeit wurde die Besetzung immer dünner und die Spielabende sehr unregelmäßig. 2010 scheiterte der Versuch, die Spielrunde letztmalig wiederzubeleben.

Auf dem Abenteuerplan standen hier unter anderem Über den Greifenpass, Leicht verdientes Gold, Rückkehr zum Schwarzen Keiler, Mutterliebe, die Aarensteinkampagne und die Spielsteinkampagne, Zeit der Ritter, Stromaufwärts und diverse Abenteuer aus dem Netz.

Die sechste Runde (Runde B) - 2003 bis heute

Entstehung

Nachdem wir die vierte Runde im Februar 2003 aufgelöst hatten, ist der Kontakt zu Elwene und Rangolf über das gemeinsame Hobby Doppelkopf geblieben. Trotzdem bestand der Wunsch, auch weiterhin DSA zu spielen. Da ich zum damaligen Zeitpunkt keine Spielleitung hatte und in der Runde A als Spieler die Borbaradkampagne erlebte bot ich an, diese in der neuen Runde zu leiten. Zu Alena von Altensee hatte Elwene noch Kontakt. Ferner holten wir aus einem Spielergesuch drei weitere Spieler mit an den Tisch: Isleif, Moyscha Zeeleran und Rondrian Raul Alfredo von Lassan. Im Juli 2003 startete unser erster Spielabend. Wir einigten uns darauf, mit dem damals noch im Aufbau befindlichen Regelwerk nach DSA4 zu spielen, auch wenn noch nicht alle Regelwerke erschienen gewesen sind. Vereinbart waren zunächst drei Prologabenteuer mit dem neuen Regelwerk, das wir alle erst einmal näher kennenlernen mussten...

Ablauf der Spielrunde

Den Ablauf der Spielrunde haben wir zunächst wie bei der Runde A gestaltet. Mitte 2006 haben wir ihn aber verändert und haben ihn in dieser Art und Weise (mit kurzer Unterbrechung) etabliert. Unsere Spielrunde findet ebenfalls nach Möglichkeit einmal im Monat statt und beginnt bereits gegen 10:00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück. Ab ca. 11:00 Uhr wird der vorangegangene Spielabend aufbereitet, danach geht es ins aktuelle Abenteuergeschehen. Gegen etwa 14:00 Uhr gibt es Kuchen, der sehr oft selbst gebacken wird. Etwa zwischen 18:00 Uhr und 19:00 Uhr wird warm zu Abend gegessen. Während des Frühstücks, des Abendessens und beim anschließenden gemeinsamen Abräumen des Tisches wird nicht gespielt und es wird zu irdischen Themen gewechselt. Ab etwa 22:00 Uhr endet der Spielabend mit der Suche nach dem Cliffhänger.

Zusammensetzung

Unsere Startaufstellung 2003 bestand aus Elwene Esleborn zu Eslamsgrund, Rangolf Askirson, Alena von Altensee, Isleif Herjolfson, Moyscha Zeeleran und Rondrian Raul Alfredo von Lassan. Im November 2003 sprangen Moyscha Zeeleran und Rondrian Raul Alfredo von Lassan aus der Spielrunde ab. Im Dezember 2003 rückte dafür Isidia Versanha Al Charahus nach. Im Januar 2004 wechselte Fobosch aus der Runde Fünf in die Runde B. Im Januar 2006 zur ersten Spielpause verließen Alena von Altensee und Isida die Runde B aus privaten Gründe. Im Januar 2007 rückte Aislin in die Spielrunde nach. Mitte 2007 kam Sirius hinzu. Mitte 2008 verließ Elwene die Runde, wofür Jardiqua aus der Runde Fünf nachrückte. Seit Anfang 2016 ergänzt Akia unsere Spielrunde.

Die siebte Runde (Runde C) - 2014 bis 2016

Nach dem Aus der Runde A im November 2013 und der Feststellung, dass selbst ein Magnus Opus der Nekromantie an dieser nicht mehr möglich war, traf ich mich mit Traborius bereits im Februar 2014 und wir überlegten eine tsagefällige Neuschöpfung. Ein Wechsel von ihm in die Runde B war aber einerseits aufgrund des fortgeschrittenen Stadiums der Borbaradkampagne und andererseits der Tatsache, dass er diese schon in der Runde A als Spieler erlebte hatte eher nicht angezeigt. Wir fassten ins Auge, der ehemalige Runde Fünf wieder etwas Leben einzuhauchen. Im Juli 2014 hatten wir alle Spielerinnen und Spieler zusammen und vereinbarten einen Neustart, im November 2014 trafen wir uns zu einer konstituierenden Sitzung und schraubten unser Helden- und Rundenkonzept zusammen, im Dezember 2014 ging es dann in die Erschaffung unserer Charaktere. Neben Traborius und meiner Wenigkeit als Spielleiter waren Arikarion Kupfermut, Jyla von Latus Stamm und Elana ya Mandorino aus der bisherigen Runde 5 wieder mit von der Partie. Im Januar 2015 starteten wir mit Der Strom des Verderbens und Im Spinnenwald. Die Unregelmäßigkeiten der Runde 5 kamen auch hier wieder zum Vorscheinen, die durch erfreuliche und unerfreuliche weltliche Ereignisse verstärkt wurden. Im Januar 2016 fand unser letzter Spielabend statt und obschon wir über das ganze Jahr hinweg weiter versuchten, Termine zu etablieren, fielen diese immer wieder aus...