Spielerwelten:Orden der Ritterschaft Praios vom Tempel zu Andergast

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Autoren: MootheausdemNorden Spielerwelten: Dieser Artikel erweitert die offizielle Spielwelt oder wandelt sie ab.
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Art: Neuschöpfung
Kategorie: Organisation

"Nicht uns, o Allsehender, nicht uns, sondern Deinem Namen sei Ehre." (Siegelspruch der Ritter vom Praiostempel.)

Ordensbeschreibung[Bearbeiten]

Gegründet als Orden von tiefgläubigen Rittern, wurde der zu diesem Zeitpunkt noch namenlose Orden recht bald der Praioskirche im Allgemeinen und dem Praiostempel von Andergast im Besonderen unterstellt, da die Ritter zu dieser Zeit allesamt aus Andergast stammten.

Ziele des Ordens waren:

  • Der Kampf gegen die Ungläubigen
  • Die Verteidigung der Ländereien der Zwölfgöttergläubigen
  • Der Schutz der Gläubigen und Geweihten

Geschichte[Bearbeiten]

Nach der Vernichtung des Ordens der Ritter vom Theater zu Arivor durch die Priesterkaiser im Jahr 337 nach Bosparans Fall zogen der Legende nach neun Mitglieder des Ordens als streunende Söldner durch Gareth, ehe sie nach weit über drei Jahren beschlossen, ihrem vagabundierenden, götterungefälligen Leben ein Ende zu setzen. Da sie als Ordensritter gelebt hatten, beschlossen sie, einen Orden ins Leben zu rufen, der sich der Verteidigung des Zwölfgötterglaubens gegen alles, was an Ungläubigen durch Aventurien streunt, verschreiben sollte. Sie errichteten eine kleine Ordenskomturei im Süden Andergasts, in der sie hausten und von der aus sie neue Mitglieder zu rekrutieren versuchten, was jedoch nur selten gelang. Meistens zogen die Mitglieder alleine oder zu zweit durch Andergast, Nostria und das Mittelreich, versuchten, hie und da Streitigkeiten zu schlichten, kurz, ein göttergefälliges Leben zu führen.

Bis ungefähr 400 nach Bosparans Fall vegetierte der Orden mehr oder weniger dahin. Dann jedoch schloss sich der Sohn eines angesehenen nostrianischen Adeligen dem Orden an, um sich der Unterstützung des Ordens in der Fehde mit einem Andergaster Jüngling zu versichern, und ließ eine nicht unbeträchtliche Spende an den Orden fließen. Der Orden jedoch weigerte sich, sich in Adelsstreitigkeiten einzumischen, und zog dadurch den Zorn des nostrianischen Junkers samt seiner Familie auf sich. 402 nach Bosparans Fall kam es zu einer Schlacht nur unweit der Ordenskomturei, in der sich die Ordensbrüder trotz der zehnfachen Überlegenheit ihrer Feinde behaupten und ihre Gegner in die Flucht schlagen konnten – in den Augen vieler damals beteiligter Kämpfer ein Wunder und damit ein eindeutiges Zeichen der Zwölfgötter, dass der Orden nicht nur gebilligt wurde, sondern unter dem Segen der Götter stand.

Es geht jedoch das Gerücht, dass die Schlacht weniger durch ein Wunder als vielmehr durch eine strategisch günstige Position der Ritter und einige Sabotageakte und Bestechungen vor der Schlacht gewonnen wurde – aber das bleibt wohl für immer im Dunkel der Geschichte verborgen.

Nach der Schlacht, warum auch immer sie gewonnen worden sein mag, gewann der Orden nicht nur enorm an Ansehen, sondern auch an Mitgliedern und Reichtümern. Söhne von angesehenen Adeligen – vorwiegend Zweit- oder Drittgeborene, bei denen es für Erbrecht eher dürftig aussah – erhielten von ihren Vätern eine Art Mitgift, um dem Orden beizutreten. Darüber hinaus erkannte die Praioskirche von Andergast den Wert eines solchen Ordens – als Schwert und Schild der Kirche. Bald schon wurde die einstmals kleine Ordenskomturei zur Festung ausgebaut, der Orden neu strukturiert, und 447 nach Bosparans Fall fand erstmals ein Ritterschlag im Praiostempel zu Andergast statt – ab diesem Moment unterstand der Orden einzig der Praioskirche. Die Ordensbrüder gingen im Tempel ein und aus und erledigten Aufträge im Namen des Tempels; nicht umsonst nannte man sie schon bald Ritter vom Praiostempel – oder kurz Tempelritter. Als Rohal der Weise im Jahre 466 nach Bosparans Fall die Priesterkaiser stürzte, standen die Praiosritter – naturgemäß keine Freunde der Priesterkaiser – auf Seiten der rebellierenden Bevölkerung. Nach der Machtergreifung durch Rohal stellten die Ritter über mehr als einhundertzwanzig Jahre die Ordnungskraft im Reich, bis Rohal der Weise schließlich sein Amt niederlegte. Als daraufhin die Almadaner Dynastie die Herrschaft in Gareth antrat, zogen sich die Ritter im Jahre 596 nach Andergast zurück und nutzten das gestörte Machtgleichgewicht, um ihren Einfluss in Andergast und Nostria auszuweiten.

Der Einfluss der Ritter dehnte sich auch nach Nostria und das nordwestliche Mittelreich aus, aber ihr Herz lag in Andergast, die meisten Ritter waren Andergaster, und so war es wenig verwunderlich, dass sie hier ihre Hauptanstrengungen unterhielten. Im Jahr 605 nach Bosparans Fall befand eine Gruppe von dreizehn Adeligen aus Andergast, dass der Orden deutlich zu viel Einfluss im Lande gewonnen hatte. Eine Unterstützung aus den Reihen des Ordens war schnell gefunden: Blasilio van Elgot, ein junger Adelssohn aus Nostria, der wegen ungebührlichen Verhaltens recht bald aus dem Orden geworfen worden war, und nun in dem Komplott gegen die Ritter die Chance sah, seinen angekratzten Stolz wiederherzustellen und seinen Namen reinzuwaschen. Er lieferte den Verschwörern eine Reihe übler Gerüchte über den Orden, die diese dazu nutzten, den Orden bei Kirche und Herrscher anzuschwärzen.

Am 13. Travia 605 nach Bosparans Fall kam es zu einer unbeschreiblichen Aktion. Wo immer in Andergast, Nostria und dem übrigen Einflussbereich der machtbesessenen Adeligen man der Ritter habhaft werden konnte, wurden sie verhaftet; wer sich wehrte, wurde getötet, und wer sich im Kampf gegen die Häscher behaupten konnte, war fortan vogelfrei. Nicht viele Ritter entkamen; die meisten wurden verhaftet, ihre Festung geschliffen.

Die Folge war ein gnadenloser Schauprozess: Man unterstellte den Brüdern Ketzerei und Irrglauben, sagte ihnen nach, dem Namenlosen zu huldigen, und sich mit den Feinden der Götter zu verbrüdern. Ihnen wurden kaum Gelegenheiten gewährt, sich zu verteidigen, und so wurde der Orden 606 nach Bosparans Fall ausgelöscht. Der letzte Großmeister, Gerwulf von Rabenstein, wurde am 2. Boron 606 in Andergast öffentlich verbrannt. Auf dem Scheiterhaufen stehend prophezeite er den Verrätern einen grausamen Tod und ihrem Land unsägliches Leid. Als hätte Boron persönlich Gefallen an dieser Prophezeiung gefunden, sandte er in den folgenden Jahren Seuchen und Kriege auf Andergast und Nostria hernieder, die die Bevölkerung der Länder dahinrafften. Die verräterischen Fürsten aber fanden allesamt noch zuvor ein grausames Ende.

  • Drei von ihnen kamen bei Jagdunfällen ums Leben;
  • Ein Vierter verbrannte samt Schloss, Braut und Kindern;
  • Zwei weitere wurden von eifersüchtigen Ehefrauen erdolcht;
  • Ein Siebter stürzte bei einem Turnier von der Tribüne und brach sich den Hals;
  • Der Achte hingegen fiel einem Haufen Räuber zum Opfer;
  • Den Neunten riss ein Ork entzwei.
  • Die übrigen vier Verräter trafen sich, als sie vom Tod ihrer Mitverschwörer erfahren hatten, an einem geheimen Ort, um zu beraten, was nun zu tun sei; die Habe des Ordens war ja noch zu verteilen. Das Treffen kam jedoch nie bis zu diesem Gesprächspunkt: Einstige Ordensritter, die der Verhaftung entronnen waren, hatten von einem Diener eines der Adeligen von der Versammlung erfahren, stürmten die kleine Burg und erschlugen die letzten Verräter. Jedem von ihnen rammten sie einen Dolch ins Herz, auf dem das Symbol des Ordens zu sehen war.

Danach verschwand der Orden bis heute aus der Geschichte Aventuriens. Zwar sagte man den Ordensbrüdern immer wieder einige nicht ganz erklärbare Geschehnisse nach – wie zum Beispiel plötzliche Todesfälle in Adelshäusern – allerdings wurden die meisten dieser Geschehnisse nie aufgeklärt, und wenn doch, dann sicher nicht zu Ungunsten eines nicht mehr existenten Ordens. So lebt der Orden bis heute nur noch in den Aussprüchen „Saufen wie ein Praiosritter“ (vor allem in Andergast nicht unüblich) und „Da hatten Praiosritter die Finger im Spiel“ (bei den Nostrianern für unerklärbare, unglaubliche oder unfaire Ereignisse üblich) weiter.

Der Orden im Spiel[Bearbeiten]

Für mehr als eine nette Anekdote ist der Orden nicht wirklich notwendig. Allerdings bietet er im Rahmen einer Recherche oder auch eines eigenen Abenteuers einen netten Hintergrund für eine Kreuzzugsgeschichte. Außerdem bietet er für einen jungen Ritter durchaus einige Ideale, denen nachzueifern sich lohnt.