Spielerwelten:Mittelreich ohne JdF

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Art: Änderung
Kategorie: Parallelwelt

Kurze Beschreibung[Bearbeiten]

Das Mittelreich im Jahre 37 Hal/1030 n. BF ist unter seiner Kaiserin Rohaja dabei, sich von den Wirren der 20er Jahre zu erholen und zum Schlag gegen die Feinde im Osten auszuholen. Die Szenerie soll dabei durchaus ein bisschen á la Kreuzzug erscheinen. Schließlich geht es gegen die Feinde der Schöpfung. Nebenbei hat das Mittelreich eine kleinere Eroberung im Norden getätigt.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

  • Die Thronfolge: Nach dem gewaltsamen Tod ihres Vaters und der Regentschaft ihrer Mutter bestieg 36 Hal / 1029 BF Rohaja I. von Gareth als kaiserliche Regentin den Greifenthron. Sie schien den meisten nach dem eher schwachen Großvater und dem heldenhaften aber letzten Endes glücklosen Vater eine sehr starke Kaiserin zu sein, denn die wichtigsten Provinzen des Reiches waren direkt in ihrer Hand, oder wurden von engen Verwandten regiert, wie etwa Albernia im Westen, das Königtum ihrer Tante Invher, oder Almada im Süden, das Großfürstentum ihres Bruders Selindian Hal. Diese suchten die Nähe der Kaiserin und versuchten gemeinsam, den Fliehkräften im Reichsverband entgegenzuwirken, indem sie zur Konfliktlösung konsequent auf die kaiserlichen Stellen und Organe setzten.
  • Der Feldzug gen Norden: Wie um ihren Herrschaftsanspruch darzustellen, begann Kaiserin Rohaja ihr erstes Thronjahr mit einem Feldzug in die Weidener Grenzmark, um den Ork hinter den Finsterkamm zurückzuwerfen und seine Stellungen in den Hochtälern und den Sümpfen jenseits der Grenzen zu zerstören. Der massive Einsatz aller zu Gebote stehenden Gardetruppen, soweit sie nicht zur Wacht an den Ostgrenzen eingesetzt waren, brachte trotz des schwierigen Geländes den erwünschten Erfolg, zumal sich aus dem Svellttal zahlreiche Freiwillige einfanden, die auf der Heerschau in Greifenfurt zu einer eigenen "Legion Svelltwacht" zusammengefasst wurden. Verhandlungen mit dem Hochkönig der Zwerge des Finsterkamms führten dazu, dass sich das Heer zum Teil auf die Ortskenntnis und die Ressourcen des kleinen Volkes stützen konnte, ja sogar einige Überraschungsangriffe von unter der Erde durchführen konnte. Nachdem man den Winter im Felde verbracht hatte, setzte das Heer, dessen Erfolge zu einem regen Zustrom von Freiwilligen aus dem Svellttal geführt hatten, seine Angriffe über das Nebelmoor hinweg fort. Am 1. Phex kampierte das Heer am Nordwestrand des Moores. In die euphorische Stimmung ob der errungenen Siege brach die Nachricht vom Tod des Dom Eslam von Eslamsbad. Der enge Freund und heimliche Geliebte der Kaiserin war auf der Rückkehr von Unau in der Wüste von transysilischen Schergen ermordet worden. Rohaja kehrte nach Gareth zurück übertrug das Kommando ihrer Tante, der Königin Albernias. Die Fürsterzgeweihte von Donnerbach, die in ihrem Gefolge einige elfische Späher mitführte, stieß in Gashok hinzu, das am Morgen des 3. Phex unter dem Kommando Königin Invhers genommen werden konnte. In Gashok kam es zu teilweise heftigen Differenzen über das weitere Vorgehen. Denn da die Straße nach Donnerbach von Orks befreit war und diese sich scheinbar auf das Svellttal zurückzogen, schien es den Weidenern und den meisten übrigen Mittelreichern nun genug der Taten. Allein das Wort des Anführers der Svellttaler, der immerhin für einen großen Teil des Heeres sprach, sowie eine Intervention des Schwertes der Schwerter führten dazu, dass man beschloss, den Schwarzpelzen nachzusetzen und die Straße bis Lowangen von orkischen Lagern und größeren Gruppen zu befreien. In den Sümpfen des Svellts stellten sich schließlich die Schwarzpelze zum Kampf. Nachdem sie sich lange Zeit passiv verhalten hatten, wollten sie hier, wo sie das Schlachtfeld bestimmen konnten und gegen die Reiter und schwergerüsteten Elitekämpfer des Reichsheeres einen klaren Geländevorteil hatten, zur Schlacht stellen und den Feind, den sie tief ins ihr Gebiet hatten Eindringen lassen, vernichtend treffen. Veteranen der Orkkriege erkannten hinter all dem die planerische Brillanz des Aikar Brazoragh und wähnten sich verloren. Die Schlacht konnte tatsächlich nur durch das plötzliche Eingreifen der Thorwaler entschieden werden, die sich noch in den letzten Wintertagen aufgemacht hatten und unter Führung ihrer Hetfrau auf dem über die Ufer getretenen Svellt zu Schiff nach Süden geeilt waren um dabei zu helfen, die Orkgefahr zu bannen. Noch am Abend konnten sich Königin Invher und Hetfrau Jurga auf dem Schlachtfeld die Hände reichen. Das Heer erreichte wenige Tage später Lowangen, wo es freudig begrüßt wurde. In den nächsten Wochen wurden die Truppen dort verpflegt und es wurden kleinere Gefechte in den umliegenden Tälern geführt, die die restlichen Orks zum Rückzug in die Berge zwangen. Am 1. Rahja erging der Beschluss des Rates, sich dem Mittelreich als freie Reichsstadt anzuschließen, um auch fürderhin unter dem Schutz des Greifenthrones zu bleiben. Die Svellttaler Truppen wurden in der Stadt und ihrem Umfeld angesiedelt und starke Kontingente der kaiserlichen Garden blieben in der Stadt. Die Schwarzpelze, geschlagen aber nicht vernichtet, verlegten sich darauf, ein weiteres Vordringen der Mittelreicher zu verhindern und sich in neuen Stellungen in den höheren Gebirgstälern des Umlandes festzusetzen. Die Zwerge des Finsterkammes und die Rondrianer von Donnerbach sichern seitdem gegen reichlichen Tribut die Wege über die Berge und durch das Nebelmoor. Die unruhigen Provinzen des Nordens konnten in diesem Zustand immerhin stabilisiert werden, wenn es auch zu keinen weiteren Gebietsgewinnen mehr gekommen ist.
  • Galottas Drohungen: Im Ingerimm 1029 BF. sprach der im dämonischen Yol-Ghurmak residierende Kaiser des Dritten Bosparan, Gaius Cordovan Eslam Galotta, ein düsteres Menetekel über die Kaiserstadt und das Mittelreich. Dem anfänglichen schock über die magischen Möglichkeiten des Feindes, die offenbar bis ins Herz des Reiches reichten, folgte, nachdem die Drohung sich in den nächsten Wochen nicht erfüllte, eine allgemeine Stimmung des Zornes und des patriotischen Eifers. Garether, Darpatier, Koscher, aber auch die Bewohner der Randprovinzen, fühlten sich einig in dem Aufruf: 'Jetzt erst recht!'
  • Der Zug des Lichtes: In dieser Situation trat am 1. Praios 1030 BF im Tempel von Elenvina, wo sich viele Ritter zum Turniergottesdienst versammelt hatten, ein bis dato unbekannter Mönch vom Orden vom Bannstrahl Praios' auf und predigte die Einigkeit der Gläubigen, die Devise 'Wer sich selbst hilft, dem helfen die Götter' und rief zum heiligen Krieg gegen die Dämonenbündler auf. Der Aufruf, Gernwarts von Praivo, dem zu anderen Zeiten wohl nur wenige gefolgt wären, fiel nach einer Phase des relativen Friedens und der Erholung auf fruchtbaren Boden. Schon bald ging der Ruf durch alle Tempel des Landes und überall erschallte die Botschaft: "Praios lo vult - Praios will es!" Der Bote des Lichtes, Hilberian Praiogriff I. reagierte, indem er den Mönch nach Gareth rufen ließ und sich an die Spitze der Bewegung stellte. gemeinsam mit dem Schwert der Schwerter verkündete er am Tag der Erneuerung, dem 30. Tsa 1030 BF., dass all jenen, die sich dem Zug des Lichtes anschließen würden, die sofortige Absolution ihrer bisherigen Sünden in Praios' Namen zuteil werde. Viele der Ritter und Krieger des Reiches Namen daraufhin das Zeichen der Sonnenscheibe mit den gekreuzten Schwertern, das zum Symbol des Zuges wurde. So wie es die Prediger in den Tempeln aller zwölfgöttlichen Lande verkündeten, sammelt sich das Heer seither in der heiligen Stadt Perricum, um von dort aus in die schwarzen Lande vorzustoßen. Da sich auch unter den Großen des Reiches und der Zwölfgöttlichen Lande die Begeisterung für den heiligen Krieg ausbreitet, stoßen seit kurzem auch Fürsten und gekrönte Häupter zum Heer. So hat sich der Herzog der Nordmarken, trotz seines Alters, von echter Frömmigkeit getrieben dem Heer angeschlossen. Ebenso hat der Erzherrscher von Arivor das Zeichen der Sonnenscheibe auf seinen Mantel nähen lassen und sich an die Spitze der liebfeldischen Lichtzügler gestellt.

Das Mittelreich im Jahre 1 Rohaja[Bearbeiten]

  • Der Norden: Im Norden des Reiches, sind die in Lowangen verbliebenen kaiserlichen Truppen, namentlich die Greifengarde, damit beschäftigt, die neu gewonnene Reichsstadt zu sichern und ihre Handelszüge über den Finsterkamm und auf der Route nach Weiden zu bewachen. Die Allianz mit den Finsterkammzwergen, sowie mit Donnerbach ist dabei der Dreh- und Angelpunkt. Denn ohne die zwergischen Verbündeten wäre die Passstraße über den Finsterkamm trotz der neu errichteten Feste Arras de Mott nicht zu halten. Die Zwerge, die sich dessen vollends bewusst sind, lassen sich ihren Schutz saftig bezahlen, was aber bei den Gewinnen, die vor allem der Pelzhandel einbringt, noch immer wirtschaftlich ist. Der Rat in Lowangen, nominell Oberhaupt einer Svelltmark unter kaiserlicher Herrschaft, weiß um die latente Orkgefahr und ist bemüht, seine Bindung an Gareth so stark wie möglich zu halten. So ist man zum Beispiel darum bemüht, tobrische Flüchtlinge als Wehrbauern in den Norden zu holen, was bei den Feudalherren des Reiches nicht unbedingt auf Gegenliebe stößt, da man eine Flucht von Leibeigenen fürchtet.
  • Der Westen: Invher ni Bennain, die Tante Kaiserin Rohajas, hat ihr Königreich zu einer Stütze des Thrones gemacht. Die weise Entscheidung, die Mark Windhag unter den angrenzenden Häusern Bennain und Garlischgrötz aufzuteilen und so den wohlhabenden Herzog von Grangor als Reichsfürsten für die unruhige Gebirgsregion in die Pflicht zu nehmen, hat dazu geführt, dass der Westen ruhiger ist, denn je. Die Nordmarken, als einzige Provinz in den Borbaradkriegen ohne hohe Verluste geblieben, sind vollends im Lichtzugsfieber. Überall sieht man Ritter, die auf ihren weißen Mänteln das rote Sonnenzeichen mit den gekreuzten Schwertern tragen und sich, dem Vorbild ihres Herzogs folgend, nach Osten aufmachen.
  • Der Süden: Almada, unter der Regentschaft des kaiserlichen Prinzen Selindian Hal, ringt mit sich selbst und mit den unruhigen Nachbarn südlich des Yaquir. Das Abkommen von Unau, das Dom Eslam von Eslamsbad ausgehandelt hatte, liegt seit dessen Ermordung durch borbaradianische Schergen auf Eis. Und genauso unterkühlt scheint die Situation zwischen dem Großfürstentum und dem Emirat zu sein.
  • Der Osten: Die Provinzen des Ostens, Tobrien, Weiden und Darpatien, sind von den kommenden Ereignissen geprägt. Ähnlich wie in Garetien und den Nordmarken wehen auch hier an vielen stellen die Zeichen des Lichtzuges von den Tempeln und Burgen . In Perricum sammelt sich das gewaltige Heer, dem aus allen Teilen Aventuriens Gläubige und Kämpfer zueilen. Doch auch Abenteurer und Söldner mischen sich unter die Truppen, sind doch die Schätze der Heptarchen in Yol Gurmak/Ysilia und Mendena, wie etwa Xeraans goldenes Haus, legendär. In Tobrien macht man sich bereit, den heiligen Kriegern von Norden Unterstützung zu schicken. In den schwarzen Landen selbst, scheint es zu Konflikten zu kommen, wie die Späher und die magischen Beobachter einhellig berichten. Doch mag dies auch nur eine Falle der Borbaradianer sein.
  • Das Kaiserhaus: Seit dem Tod ihres Geliebten, Dom Eslam, ist Rohaja verbittert und hat dem Heptarchen blutige Vergeltung geschworen. Die plötzliche Begeisterung, die das Reich durchflutet, kommt ihr gelegen um trotz des ungewissen Ausganges und trotz der weiterhin angespannten Lage in den Svelltlanden, zum Schlag gegen die Schwarzen Lande auszuholen. was Rohaja nicht weiß ist, dass es nicht Borbaradianer aus Transysilien waren, die ihren Geliebte ermordeten, sondern dass es gedungene Schergen ihres Bruders Selindian waren, die Dom Eslam in der Wüste erschlugen. Der Großfürst fürchtete den charismatischen Grafen und Günstling seiner Schwester als Konkurrenten um den Thron. Die jüngere der beiden Zwillingsschwestern, Yppolita, die seit einiger Zeit Schülerin Nahemas ist, pilgert in Gestalt des predigenden Mönches durch das Reich, um mit magischen Mitteln die Kriegslust anzufeuern und ihrer Schwester Gelegenheit zur Rache an Galotta zu verschaffen. Sie wird dabei von ihrer Lehrmeisterin angeleitet, denn auch Nahema scheint ein Interesse an diesem Krieg und am Schicksal des Reiches zu haben. Emer ni Bennain, die 'Heldenkaiserin' hat sich nach der Thronbesteigung ihrer Tochter in die Alte Residenz zurückgezogen und verbringt ihre Tage mit Gebet und Andacht. Doch seit einiger Zeit plagen sie schreckliche Visionen und Albträume über das Schicksal ihrer KInder...

Ausblick[Bearbeiten]

Die neu erworbene Reichsstadt Lowangen wird sicher noch einige Male hart umkämpft sein, denn so leicht gibt sich der Aikar Brazoragh nicht geschlagen. Der Lichtzug in die borbaradianischen Länder startet am 1. Praios 1031 BF. bis dahin haben sich in Perricum geschätzte 4000- 5000 Kämpfer versammelt. Um die Reichsstadt zu entlasten und um eine zweite Front zu eröffnen, ruft Rohaja zu einer zweiten Heerschau nach Wehrheim, wo sich im Frühling 1030 BF. ein zweites Heer sammelt. Wie der Feldzug verläuft, soll hier nicht beschrieben werden, doch sicher werden die Heere, getrieben vom heiligen Zorn, einige Erfolge erringen.