Rollen der Beni Rurech

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Kurzbeschreibung[Bearbeiten]

Die Prophezeiungen aus den Heiligen Rollen der Beni Rurech wurden in der Zeit zwischen 800 und 1000 Jahren ab 2000 v. BF niedergelegt, ihre mündliche Grundlage ist älter. Sie verschwanden ungefähr 337 BF auf Maraskan und wurden erst im Frühjahr des Jahres 1014 BF in zwei Urnen im Amran Thjalgyn wiedergefunden.

Die Priesterschaft von Rur und Gror verwahrt die Schriftrollen, die das Fundament des Rur-und-Gror-Glaubens enthalten, nachdem sie lange Zeit nur Bruchstücke daraus besessen hatte.

Die Rollen sind in mehrere hundert Draijsche unterteilt. Manche davon sind in Ruuz oder Tulamidya verfasst, andere sind mit anderen Sprachen, Zeichnungen, Geheimschriften und Berechnungen vermischt oder als Silbenrätsel mit unterschiedlichen Auflösungen je nach Sprache verschlüsselt. Die Kunst der Silbenentschlüsselung der Draijsche wird Grorithmik genannt.

Die Entscheidung König Frumolds über den Ort der Schlacht von Jergan basierte mitunter auf den Heiligen Rollen.

Prophezeiung[Bearbeiten]

(Heilige Rollen, 4. Draijsch, Orig. Sp.: Tulamidya, Krypt.: -)

In seinem zweiunddreißigsten Jahr sprach eine Frau zu Rurech: "Du lehrst, die Welt ist ein Geschenk, vollkommen und schön. Also soll sie sein, wie sie ist. Auch lehrst du: Es ist nicht allein Freud, sondern auch Leid, es ist nicht allein Leid, sondern auch Freud. Sprich also: Nützt es zu kümmern und zu sorgen, kommt nicht also alles so, wie es kommen soll?" So antwortete Rurech: "Erkenne, meine Schwester: Wir sind nicht die Opfer unseres Geschicks, sondern seine Täter. So schuf Rur die Welt."

(Heilige Rollen, 8. Draijsch, Original in Ruuz; Garethische Übersetzung)
In seinem sechsunddreißigsten Jahr sprach ein Mann zu Rurech: "Kann man die Götter schmähen?" So antwortete Rurech: "So du die Zwillinge meinst, frage ich dich: Kann ein Topf seinen Töpfer schmähen? Die Diener Rurs aber sind Teil der Welt. So du sie schmähst, schmähst du die Welt, so du die Welt schmähst, schmähst du dich selbst. Sage, erregt es deinen Zorn, wenn du dich selbst einen Narren nennst? Erkenne, mein Bruder: Wer sich selbst schmäht, verschmäht die Schönheit der Welt und versperrt sich den Weg zu den Vierundsechzig Fragen des Seins."

(Heilige Rollen, 16. Draijsch, Orig. Sp.: Tulamid.-Bosp. Lingo m. elf. Gramm., Krypt.: 5. UO-Krypt.)
In seinem vierzigsten Jahr sprach ein Dschinn aus den kalten Wäldern zu Rurech: "Wie kann Rur alles geschaffen haben, wenn doch Dschijman uns erträumte?" Rurech sprach: "Wie konnte Dschijman ermessen, daß sein Traum nicht ein Traum innerhalb eines Traums war?" Der Dschinn entgegnete: "Wie kann es jemals ermessen werden?" So sprach Rurech: "Erkenne, mein Bruder: So lange währt ein Traum, wie die Antwort leichter fällt als die Frage."

(Heilige Rollen, 64. Draijsch, Original in Tulamidya, Ruuz, Garethi, Bosparano, Alaani; Garethische Übersetzung)
In seinem einundvierzigsten Jahr zweifelte Rurech, denn es war Hunger und die Surgh waren ein böser Feind. Eine Frau kam zu Rurech, haarig waren ihre Arme und Beine, haarig waren ihre Brüste und ihr Gesicht. Ein roter Umhang bedeckte ihre Schultern, zwei Dolche trug sie. Sie sprach: "Wenn die Welt ein Diskus ist, was ist sie, wenn Gror sie einst zurückwirft?" So antwortete Rurech: "Das, was sie jetzt schon ist." Die Frau sprach: "Wenn die Welt ein Geschenk Rurs an Gror ist, was wird sie sein, wenn Gror sie einst zurückwirft?" So sprach Rurech: "Das, was sie jetzt schon ist, Grors Geschenk an Rur." So sprach die Frau: "Erkenne, mein Bruder: Gror ersehnt sein Geschenk." So gab sie Rurech neuen Mut, und viel Zeit verging, bis die Kinder Rurechs sie wiedertrafen.

64. Draijsch
Es existiert eine weitere Übersetzung in Tulamidya:
"In seinem einundvierzigsten Jahr erfüllte Rurech Gram, denn es herrschte Hunger und die Surg wüteten. Eine Frau kam zu Rurech, haarig waren ihre Arme und Beine, haarig auch ihre Brüste und ihr Gesicht. Ein roter Umhang bedeckte ihre Schultern, einen spitzen Spieß/Speer trug sie."
Der Rest entspricht der Garethi-Übersetzung.
Im Dialekt, wie er heute in der Fasarer Gegend gesprochen wird, erfährt man von einem roten Umhang mit gelben Flecken, im Dialekt Mherweds von einem solchen mit schwarzen Flecken. Die Fasarer Version weist relativ eindeutig auf eine Maraske hin (haarig, Stachel, rot-gelb), während die Garethi-Version in Richtung der Verteidigung gegen zwei Gegner ausgelegt wird (zwei Dolche - Borbarad und Garethjas?).

64. Draijsch
Übersetzung von Ishajid:
"In seinem einundvierzigsten Jahr war Rurech besessen vor Gram, denn schlimmer als die üblen Surgh dräute der verderbliche Fluß. Ein Vogel ließ sich vor ihm nieder, rot war sein Kleid, von schwarzem und gelbem Flaum seine Brust, scharfe Krallen hatte er. Er sprach: ›Wann ist ein Nest ein Nest?‹ So antwortete Rurech: ›Wenn es Geborgenheit bietet, doch so hoch ist kein Baum.‹ Der Vogel sprach: ›Darum baue es dort, wo die Welt endet, und in der Mitte der weinenden Fürstin, der Heiligen und des purpurnen Königs!‹ So erhob er sich und gab Rurech neuen Mut, und viel Zeit verging, bis die Kinder Rurechs ihn wiedertrafen."

88. Draijsch
"In seinem 35 Jahr erschien Rurech die Junge Schwester und sie lehrte ihm die Vielfalt der Welt und dass das Große im Kleinen zu finden sei. Aber sie lehrte auch: Siehe! Wenn jenes Land unterjocht ist, das Ziel eurer Reise ist und das Gror dereinst erblicken wird, so wird dies den Zorn auch der friedlichen Geschwister erregen. Und als Rurech und seine Kinder verstanden, was dies bedeutet, ergriff sie Furcht. Doch die junge Schwester sprach: Fürchtet euch nicht, denn ihr, die ihr wisst, werdet verschont.
Als Rurech und seine Kinder weiterzogen, hinterließ sein Buskur den Kindern der jungen Schwester, die so wundersame Lehrer waren, seinen Speer, denn sein Herz war noch voller Furcht und er sprach: Wenn das Land einst unterjocht, werden meine Kinder wiederkommen und ihn holen, auf dass ihr ihn erkennt und sie im Zorne verschont. Als Pfand erhielt er einen Ring, der einzutauschen sei."

(Heilige Rollen, 258. Draijsch, Original in Ur-Tulamidya; Garethische Übersetzung, im Original, einem Dialekt, vieldeutiger)
"Eine Zeit, da die Fische fliehen, eine Zeit, da Zeichen gesät, Samen im Wind, kundig und kundig erkennt. Wisset, höret, sehet im Wind, im Wasser, im Land und in den Wolken: Fluß darb! Und das Land eilt. Fluß darb! Und der Wind verliert seine Federn von Dämmerung zu Dämmerung, fälschlich gezeitet. Fluß darb! Und die Wolken ziehen zum Himmel. Fluß darb! Fische fliehen, taumelt Welt, Angesicht zu Angesicht."

(Heilige Rollen, 259. Draijsch, Original in Ruuz; Garethische Übersetzung)
"Rurechs Kinder, zwischen Tag und Nacht, zwischen Nacht und Tag. Viele suchen Schutz vor dem Angesicht der Nacht, meiden den einzighaften Gast. Darb Fluß und Fluß darb. Die Weisen kommen zusammen mit jenen, die nie geschlagen."

(Heilige Rollen, 507. Draijsch, Tulamidische Urfassung; Garethische Übersetzung)
"Bedenke, wer am Anfang steht

Grabesdunkel umfängt mich,
Tiara alten Glaubens tragend. Am ende
Oktroyiert sich das Bild einer kommenden
Kultur der Menschenheit, sonderbar.
Tatkraft dieses Volkes!
Menschen der Barmherzigkeit!
Da naht der Tag, zu öffnen die
Kiste der Entkenntnis und
Umzustimmen den, der alleine steht.

Sogleich folge dem
Lustig lockenden roten Vogel.
Estdrajin sei dein Ausgangsort!
So du dem Erzähler folgst und nicht
Rotierst auf dem Pfad des lockeren Griffs,
Reste vergangender Zeiten offenbaren dir ihre Pracht.
Akzeptiere das Erbe der Insel und trage den
Kegel der Gnade zum Ort seiner Bestimmung.
Periodisch kehrt wieder des
Rattenkindes Gelegenheit.

Terror bruderloser Einsamkeit wird ein Ende finden und der
Titel des Herrn des Äthrajins Vergangenheit sein, wenn der
Usurpator der Welt von einst in der
Gestalt mit den Goldenen Flügeln die
Misere seiner Neides beendet und die harte
Nuss gekränktes Stolzes knackt.
Ferner wirst du sehen, dass du nicht
Riskiertest das Schicksal der
Alabasternen Insel.
Eben wurd durch dich
Fallengelassen altes Übel,
Säer einer neuen Zeit."

aus dem Ruuz übersetzt, Stelle unbekannt
"Der/die Singende befreite den hohen Himmel. Er/sie spaltete den Stein."

—Verfasser unbekannt, Heilige Rollen der Beni Rurech, Maraskan
(bisher keine Quelle.)

Deutungen[Bearbeiten]

64. Draijsch, beide Übersetzungen
  • Die in der ersten Übersetzung behaarte Frau im gelb getupften roten Mantel gleicht einer Maraske. Der Draijsch kündet demnach von der Besiedlung Maraskans. In der zweiten Übersetzung ist die Frau doppelt bewaffnet, deutet also auf die derzeitige maraskanische Situation hin.
Stelle unbekannt

Publikationen[Bearbeiten]

Ausführliche Quellen[Bearbeiten]

Ergänzende Quellen[Bearbeiten]

Erwähnungen[Bearbeiten]

Bildquellen[Bearbeiten]

Links[Bearbeiten]

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Externe Links[Bearbeiten]