Rittererbe

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A165 Rittererbe

1 Zeichen der Vergänglichkeit - 2 Bauernfänger
3 Schleier der Unwissenheit - 4 Die Braut des Bronnjaren


Meisterinformationen:
1 Zeichen der Vergänglichkeit - 2 Bauernfänger
3 Schleier der Unwissenheit - 4 Die Braut des Bronnjaren

[?] A165 Rittererbe
AB A165.jpg
Anthologie (Hardcover)
Anthologie zu Land des schwarzen Bären
Regelsystem DSA4.1
Seitenzahl 96
Unterseiten
Inhaltsverzeichnis Offizielles Inhaltsverzeichnis
Index Automatischer Index
Errata Inoffizielle Errata
Mitwirkende
Autoren Oliver Baeck (Redakteur), Christian Hellinger, Daniel Heßler, Ingolf Karkosch, Kathrin Lieb, Christina Weimann
Cover Alan Lathwell
Illustrationen
Pläne Kathrin Lieb
Auflagen
Erscheinungs­datum 2009/02/11 " 11. Februar 2009
PDF: 05. Mai 2015
Preis (siehe auch DSA-Preise bei Auktionen) 18 €
12,99 € (PDF)
Erschienen bei Ulisses
ISBN ISBN 3-940424-34-X
Erhältlich bei ISBN-Suche
Buchhandel.de
Buchkatalog.de
Amazon1
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Download PDF-Shop (PDFISBN)
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Weitere Informationen Ulisses-Produktseite
Mit freundlicher Genehmigung der
Ulisses Spiele GmbH

Klappentext[Bearbeiten]

Das Bornland – ein rauer Landstrich im hohen Norden Aventuriens. Hier finden sich lebhafte Handelsstädte, doch abseits der Straßen verstecken sich abgelegene Bauerndörfer in tiefen Wäldern und unwegsamer Wildnis. Wer im Bornland lebt – ob mächtiger Bronnjar oder rechtloser Leibeigener –, ist stolz auf die Taten seiner Ahnen: Die tapferen Ritter des Theaterordens eroberten das Land. Sie gründeten blühende Städte und errichteten wehrhafte Burgen. Aber die Theaterritter waren nicht die ersten, die hier siedelten und herrschten. Die Menschen mögen das heute vergessen haben. Doch das Land erinnert sich ...

Im begleitenden Abenteuerspielband zur Regionalspielhilfe Land des schwarzen Bären führen die Abenteuer Zeichen der Vergänglichkeit, Bauernfänger, Schleier der Unwissenheit und Die Braut des Bronnjaren Sie tiefer in das Land zwischen Born und Walsach. Dem "Rittererbe" begegnet man hier auf Schritt und Tritt - und die Geheimnisse, die es birgt, gelangen allmählich wieder ans Licht.

Klappentext von Rittererbe; zur Weiterverwendung siehe Ulisses-Disclaimer

Inhalt[Bearbeiten]

Diese Anthologie enthält folgende Abenteuer:

Zusatzinformationen[Bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten]

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Bewertung[Bearbeiten]

Anthologie: Rittererbe (Rangliste)
Note Bewertung durch Unterschrift (Anleitung)
sehr gut  (1)  Xdjkx
gut  (2) Alberik Sohn des Durin
zufriedenstellend  (3)
geht so  (4)
schlecht  (5)
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Median 1.5
Stimmen 2

Kommentare[Bearbeiten]

Rezensionen[Bearbeiten]

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Rezension vorhanden:
Rezension von Marc Völker, 2009

Mit Rittererbe unter der Redaktion von Oliver Baeck erscheint die Abenteueranthologie zur Bornland-Spielhilfe Land des schwarzen Bären aus dem Jahr 2008. In vier Abenteuer erfahren die Helden mehr über das Land am Born:

In Zeichen der Vergänglichkeit von Kathrin Lieb reisen die Helden im Auftrag des Drachenmuseums von Festum in die Drachensteine, um einem Archäologen Ausrüstung zu bringen. Unterwegs geraten die Helden jedoch in Streitigkeiten zwischen der Landbevölkerung und Norbarden. Außerdem hören sie Geschichten aus der Vergangenheit der Norbarden und der Theaterritter. Am Ziel Neu-Drakenstein angekommen werden die Helden mehrfach Zeugen von seltsamen Vorkommnissen und Geistererscheinungen, für die die Dorfbewohner ein taubstummes Mädchen verantwortlich machen. Die Helden müssen entscheiden, ob sie das Dorf verlassen oder das Mädchen auf Gefahr ihres eigenen Lebens schützen wollen. Bei ihren Nachforschungen stoßen sie auf einen alten Fluch, der anscheinend für die Ereignisse im Dorf verantwortlich ist. Bevor der Fluch gebrochen werden kann, eskaliert ein Streit zwischen den Dörflern und einer Norbardensippe. Zwischen den Fronten müssen die Helden den Fluch brechen und gleichzeitig ein Blutbad vermeiden.

Bauernfänger von Christina Weimann und Ingolf Karkosch spielt im Dorf Hollerkoje, wo die jährliche Zeit der Zehntabgabe gekommen ist. Aufgrund der schlechten Ernte fällt es den Bauern schwer, die Abgabe zu entrichten. Der Bronnjar ist darüber dermaßen verärgert, dass er seine Wut an der Bäuerin Lysminja auslässt. Als die junge Baernja dazwischengeht, lässt er sie an den Pranger stellen. In der folgenden Nacht verschwinden Baernja und der Schmied Oswin. Gemeinsam mit dem Bronnjaren und seinen Schnitzen machen sich die Helden auf die Suche nach den Vermissten. Als der Bronnjar außer Gefecht gesetzt wird, müssen die Helden alleine weitersuchen. Letzten Endes finden sie die Vermissten in einem versteckten Dorf im Überwals. Nachdem sich die vermeintliche Entführung tatsächlich als Flucht erweist, müssen die Helden mit ihrem Gewissen vereinbaren, ob sie die beiden zurückbringen oder die Flucht decken.

Schleier der Unwissenheit von Daniel Heßler führt die Helden als Bedeckung für einen Magus von Festum nach Ouvenmas. Unterwegs werden sie von einer Räuberbande überfallen, doch eine Norbardensippe befreit die Helden aus dem Schlamassel. Durch den unbedachten Einsatz eines Artefaktes, das die Bienen der Norbarden vertreibt, kommt es zum Streit zwischen den Norbarden und dem Auftraggeber der Helden, so dass diese die Reise ohne die Norbarden fortsetzen müssen. In Ouvenmas angekommen müssen die Helden immer wieder Versuche vereiteln, das Artefakt ihres Auftraggebers zu stehlen.

Die Braut des Bronnjaren verschwindet im gleichnamigen Abenteuer von Christian Hellinger: Nachdem der Bronnjar von Jagotin einer Bauernfamilie mitteilt, dass er deren Tochter heiraten wird, verschwindet die Braut in spe in der Nacht. Bei ihren Nachforschung stoßen sie auf einen alten Bund zwischen dem Dorf und dem Wald, der dafür sorgt, dass das Dorf nicht vom Wald überwuchert wird. Einmal pro Generation muss ein Bewohner des Dorfes den Wald "heiraten" - und die Braut Marissja soll diesmal die Auserwählte sein. Da sie keine zwei Ehen schließen kann, stehen die Helden vor einem Problem

Ursprünglich war noch das Abenteuer Wolfserwachen von Magnus Epping für die Anthologie vorgesehen, das sich jedoch umfangsbedingt hier nicht einbinden ließ und nun separat erscheinen wird. Erfreulicherweise wurde auf Szenariovorschläge verzichtet, die erfahrungsgemäß Platz belegen, der für die Ausarbeitung der Abenteuer viel wertvoller ist.

Das offensichtliche gemeinsame Thema der vier Abenteuer in Rittererbe ist - jeweils in einer anderen Ausprägung - die Hinterlassenschaften der Theaterritter. Dabei wird jedoch nicht nur die glorifizierte strahlende Seite des Orden beleuchtet. Vielmehr kommen auch Taten des Ordens an Licht, die weit weniger ruhmreich und moralisch waren.

Weniger offensichtlich ist, dass die Charaktere in allen Abenteuer zwischen die Fronten verschiedener Interessengruppen geraten und versuchen müssen, Differenzen aus dem Weg zu räumen, ohne dass ein Blutbad angerichtet wird. Da jeder der Interessensgruppen über eine schlüssige Motivation verfügt und es keine "böse" Partei gibt, sondern alle irgendwie so grau wie Katzen in der Nacht sind, ist hier viel diplomatisches Fingerspitzengefühl gefragt.

Eine weitere Besonderheit stellen die offenen Enden dar. Die Autoren geben grundsätzlich kein festes Ende vor. Bestenfalls erhält der Spielleiter eine "gewünschte Zielsetzung". Letztendlich steht es den Spielern jedoch jederzeit frei, die Abenteuer zu einem anderen Ergebnis zu bringen, ohne dass dadurch der Handlungsablauf gesprengt oder die Kontinuität des offiziellen Aventuriens zerstört wird.

Eine Verbindung der Abenteuer zu einer Kampagne ist in Rittererbe dagegen schwierig, da die einzelnen Abenteuer trotz des gemeinsamen Grundthemas doch sehr unterschiedlich sind. Eine Hilfestellung zu dem Thema wird nicht angeboten. Hier hätte ich mir etwas mehr Abstimmung zwischen den Autoren und dem Bandredakteur gewünscht. Eventuell können die Überlegungen zur Kampagnengestaltung aus der Anthologie Steinzeichen (2007) eine Hilfe sein.

Da selbst die bornische Zivilisation wohl weniger zivilisiert ist als die Wildnis des Horasreiches, sollte in allen Abenteuern zumindest ein wildniserfahrener Charakter vorhanden sein. Ein starker Schwertarm mag von Vorteil sein; erforderlich ist er jedoch im Gegensatz zu gesellschaftlichen Talenten nicht unbedingt. Magische oder karmale Unterstützung sind ebenfalls hilfreich, aber nicht Vorraussetzung für die Abenteuer. Eine Besonderheit stellt bei der Wahl der Charaktere das Abenteuer Bauernfänger dar, das grundsätzlich dafür konzipiert ist, dass die Spieler in die Rolle von bornischen Leibeigenen schlüpfen, jedoch natürlich auch mit anderen Charakteren gespielt werden kann.

Layout:
Rittererbe ist als Hardcover erschienen. Die Abenteuer sind recht übersichtlich aufgebaut, teilweise sogar recht modular gestaltet. Die Ausarbeitung fällt recht unterschiedlich aus: Während ein Teil der Szenen relativ vollständig ist und fast ohne Vorbereitung umgesetzt werden kann, sind andere Abschnitte nur sehr rudimentär ausgearbeitet und müssen mühsam aufbereitet werden. Etwas mehr Kontinuität wäre hier wünschenswert gewesen. Dass für die Vorbereitung der Abenteuer die Spielhilfe Land des schwarzen Bären Pflichtlektüre ist, versteht sich von selbst.

Etwas unglücklich gewählt wurde der Ortsname (Neu)-Drakenstein, da hier die Gefahr besteht, dass Verwechslungen und Assoziationen zu dem Abenteuer Der Fluch von Burg Drakenstein (Weißer Berg 2, 2008) vorkommen.

Die Illustrationen sehen sehr gut aus. Die Orientierung wird durch übersichtliche Karten und Skizzen erleichtert, die soweit erforderlich auch als Kopiervorlage für Handouts vorliegen. Das sehr schöne Cover trifft das Thema der Anthologie auf den Punkt.

Fazit:
Grundsätzlich werden in Rittererbe vier interessante Abenteuerkonzepte vorgelegt, die den Spielern die Region näherbringen. Gut gelungen ist dabei besonderes, dass das Thema Theaterritter nicht übermäßig glorifiziert wird. Weniger schön ist meines Erachtens die Tatsache, dass sich die Abenteuer von der Grundidee einerseits zu ähnlich sind, um das Spektrum der gesamten Region abzudecken; andererseits jedoch auch zu verschieden sind, um als Kampagne gespielt zu werden. Von mir enthält Rittererbe daher 7 von 10 Punkten.

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