Ritterburgen & Spelunken

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PublikationenSpielhilfen (DSA4)

Regelerweiterungen - Rote Reihe:
R1 Aventurisches Arsenal
R2 Stäbe, Ringe, Dschinnenlampen
R3 Zoo-Botanica Aventurica • R4 Wege des Meisters


Themenbände - Blaue Reihe:
Q1 Ritterburgen und Spelunken • Q2 Efferds Wogen
Q3 Patrizier & Diebesbanden • Q4 Handelsherr & Kiepenkerl
Q5 Katakomben und Kavernen • Q11 Klingentänzer

Magierakademienspielhilfen:
Q6 Hallen arkaner Macht • Q7 Horte magischen Wissens
Q10 Stätten okkulter Geheimnisse

Aventurische Organisationen:
Q8 Verschworene Gemeinschaften
Q9 Auf gemeinsamen Pfaden • Q12 Orden und Bündnisse


Ingame-Reihe:
Tractatus contra DaemonesVon Toten und Untoten
Elementare Gewalten


Vademecum-Reihe:
PraiosRondraEfferdTraviaBoronHesinde
FirunTsaPhexPeraineIngerimmRahja


Setting-Boxen:
Die Dunklen ZeitenGareth - Kaiserstadt des Mittelreichs


Purpur-Reihe:
Krieger, Krämer & KultistenGranden, Gaukler & Gelehrte
Söldner, Skalden, Steppenelfen


Weitere Spielhilfen:
Vater der FlutenKartenglück und Schicksalszeichen
Culinaria AventuricaHistoria Aventurica


→ zur Halbgötter-Vademecum-Reihe

[?] Q01 " Q1 Ritterburgen & Spelunken
Ritterburgen&Spelunken.jpg
Themenband (Hardcover)
Thema Aventurische Siedlungen
Derisches Datum 1030 BF
(vgl. Datierungshinweise)
Regelsystem DSA4
Seitenzahl 192 (Erstauflage)
Verwandte Publikationen
Zugehörige Anthologie keine
Vorgänger-
publikation
Tempel, Türme und Tavernen und Armorium Ardariticum
Nachfolge-
publikation
bisher keine
Unterseiten
Inhaltsverzeichnis Offizielles Inhaltsverzeichnis
Index Automatischer Index
Errata Inoffizielle Errata
Widersprüchliches Ungeklärte Widersprüche
Mitwirkende
Bandredaktion Heike Kamaris, Jörg Raddatz
Cover Thomas Thiemeyer
Auflagen
Erscheinungs­datum 2007/09/27 " 27. September 2007
(PDF seit 18. Januar 2013)
2. Auflage 2008 (fast unverändert)
Preis 28 € (Erstauflage)

14 € (PDF)
Preis pro Seite 14.58 Cent (Erstauflage)
Erschienen bei Ulisses
ISBN ISBN 978-3-940424-10-5
Erhältlich bei ISBN-Suche
Buchhandel.de
Buchkatalog.de
Amazon1
F-Shop
Download PDF-Shop (PDFISBN)
Links
Bewertung per Abstimmung dsa-Forum
Rezensionen lorp.de von Volker Thies, Aktion Abenteuer
Weitere Informationen Ulisses-Produktseite
Mit freundlicher Genehmigung der
Ulisses Spiele GmbH

Klappentext[Bearbeiten]

Die Ritterburgen: Was kostet ein peräsentativer Rittersaal? Wo werden Wasserburgen errichtet? Wie schützen sich die Weidener vor den Schwarzpelzen und die Orks vor marodierenden Rittern? Was unterscheidet eine Höhenburg von einer Schildwehrburg?
Spelunken: Wie sind Schenken, Herbergen und Gaststuben aufgebaut? Was unterscheidet ein dörfliches Wirtshaus von einer Karawanserei und einer städtischen Hafenkaschemme?
Und überhaupt: Wie sehen die typischen Bauernhöfe in Garetien, dem Horasreich oder dem Tulamidenland aus? Was sind Angerdörfer, Reihendörfer und Rundlinge? Werden Wegrandschreine von Geweihten betreut und unterstehen sie den lokalen Tempeln oder einflussreichen Klöstern? Wie funktioniert eine Windmühle? Wie sieht ein Kontor- und Speicherhaus im Hafen aus? Trifft sich die Schmiedezunft im Ingerimm-Tempel, einem gutbürgerlichen Wirtshaus oder einem eigenen Zunftgebäude? Wie unterscheidet sich ein tulamidischer Basar von einem mittelländischen Marktplatz?
Vom thorwalschen Ottaskin und der Hafenbastei im Südmeer über aranische Sippenburgen und tobrische Wehrtürme bis zur modernen horasischen Festung, vom einfachen Moha-Runddorf über tulamidische Badehäuser bis zu Meisterleistungen der Tempelarchitektur finden Sie in diesem reich mit Ansichten, Plänen und Schnittzeichnungen ausgestatteten Band mehr als sechzig beispielhafte aventurische Gebäude versammelt. Dazu kommen noch detaillierte Angaben über die Baukosten der unterschiedlichsten Bauwerke und die übliche Haushaltsgröße und Personalkosten für verschiedene Gebäude.
Klappentext von Ritterburgen & Spelunken; zur Weiterverwendung siehe Ulisses-Disclaimer

Zusatzinformationen[Bearbeiten]

Mitwirkende[Bearbeiten]

Liste bearbeiten

Autoren
Heike Kamaris, Jörg Raddatz,
Mitarbeiter
Daniel Richter, Frank Parting
Lektorat
Florian Don-Schauen
Gesamtredaktion
Florian Don-Schauen, Thomas Römer
Umschlaggestaltung & graphische Konzeption
Ralf Berszuck
Satz
Christian Lonsing
Innenillustrationen
Fangorn, Niels Gaul, Ralf Hlawatsch, Helen Keller, Don Oliver Matthies, Olaf Papke
Coverbild
Thomas Thiemeyer
Belichtung, Druck und Aufbindung
Opolgraf SA

Kritik[Bearbeiten]

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Bewertung[Bearbeiten]

Themenband: Ritterburgen & Spelunken (Rangliste)
Note Bewertung durch Unterschrift (Anleitung)
sehr gut  (1)  Curlenius
gut  (2) Yaslir Weißwissen
zufriedenstellend  (3) Waldemar, Sir Nox of Ni, De Roit, miro, Derograph, Josold
geht so  (4) Jadrafurt, Halrech
schlecht  (5)
Durchschnitt 2.9
Median 3
Stimmen 10

Kommentare[Bearbeiten]

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Rezensionen[Bearbeiten]

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Rezension vorhanden:


Rezension von Marc Völker, 2008

Mit Ritterburgen & Spelunken ist die Neuauflage der beiden in 1999 und 2000 veröffentlichten Spielhilfen Armorium Ardariticum und Tempel, Türme & Tavernen erschienen. Der Band beschäftigt sich mit allen Arten der Aventurischen Baukunst - vom zyklopischen Labyrinth bis hin zum Waldinselrundhaus finden sich in dem Band Beispiele für fast alles, was sich bauen und bewohnen lässt.

Nach dem Vorwort beschäftigt sich das erste Kapitel "Die Burgen Aventuriens" (62 Seiten) zunächst mit den Personen, die man üblicher Weise auf einer Burg antrifft. Gleichzeitig finden sich hier 20 exemplarische Burgen, die jeweils für einen bestimmen Burgtyp stehen. Der folgende Abschnitt "Das Aventurische Dorf" befasst sich mit dem Leben in den Dörfern Aventuriens (Bewohner, Bestandteile, Dorfformen, etc.), gefolgt von 15 exemplarischen dörflichen Gebäuden. Nach einem kurzen Überblick über Brücken und Straßen im Kapitel "Weg und Steg" (4 Seiten) folgt mit "Die Aventurische Stadt" ein Kapitel mit 45 Seiten, das sich mit dem städtischen Leben in seinen verschiedenen Ausprägungen beschäftigt und zudem 16 repräsentative städtische Gebäude enthält. Die beiden letzten großen Kapitel "Sakralbauten" (12 Seiten) und "Bauwerke fremder Völker" (7 Seiten) enthalten sechs beispielhafte aventurische Tempel und vier Bauwerke fremder menschlicher und nichtmenschlicher Kulturen. Abgeschlossen wird Ritterburgen & Spelunken von zwei Anhängen, die sich mit dem Bau von Gebäuden und dem dörflichen Handel befassen.

Schade ist, dass der Inhalt quasi vollständig aus recyceltem Material besteht. Das gesamte Material stammt aus dem Armorium Ardariticum, aus Tempel, Türme & Tavernen sowie zu einem kleinen Teil aus dem Handbuch für den Reisenden aus der Box Die Kreaturen des Schwarzen Auges. Ich hätte mir gewünscht, dass im Rahmen der Überarbeitung auch ein paar neue Gebäude vorgestellt werden. Das Minimum wäre jedoch gewesen, dass das "überarbeitete Material" vollständig auf den neusten Stand gebracht wird. Statt dessen wurde ausschließlich altes Material verwendet, das nur zum Teil aktualisiert wurde. Teilweise sind sogar Inhalte aus Armorium Ardariticum und aus Tempel, Türme & Tavernen ersatzlos weggefallen.

Sehr unterhaltsam sind die Szenariovorschläge zu den einzelnen Gebäudetypen. Die meisten eignen sich mit relativ wenig Aufwand als Intermezzo zur Auflockerung eines Abenteuers. Einige sind auch als Aufhänger für Abenteuer denkbar, wobei der Vorbereitungsaufwand dann natürlich wesentlich größer ist.

Als spontanes Nachschlagewerk ist Ritterburgen & Spelunken eher ungeeignet, da sich die Informationen in der gewählten Präsentationsform nicht zur spontanen Verwendung eignen. Übersichtliche Tabellen, die die spielrelevanten Werte enthalten, wären hier vorteilhaft gewesen. Außerdem wäre es für eine spontane Verwendung meines Erachtens erforderlich gewesen, die ganzen Gebäudepläne (zum Beispiel als separates Heft) als Handouts zur Verfügung zu stellen.

Sehr gut zu gebrauchen ist der Band hingegen zur Ausarbeitung von Abenteuern. Die beschriebenen Bauten stellen einen schönen Querschnitt aventurischer Architektur dar. Sinnvoll wäre in diesem Zusammenhang noch ein Baukastens zur Schnellerstellung von Burgen/Dörfern/Städten, ergänzt um regionale Besonderheiten (z.B. bei Tavernen exemplarische "Speisekarten"), gewesen. Dadurch wäre zwar der Umfang wohl deutlich gewachsen, aber mit neuen Inhalte hätten Ritterburgen & Spelunken auch einen echten Mehrwert gegenüber den alten Heften gehabt. Immerhin wird in diesem Band die Kunst der Verwendung von Zufallstabellen wieder entdeckt, die dem Spielleiter viel Grübeln und Kopfzerbrechen ersparen können.

Layout:
Ritterburgen & Spelunken ist als Hardcover erschienen. Hierbei handelt es sich um den erste Band der "Blauen Reihe" mit der Bezeichnung Q1. Diese Reihe soll zukünftig alle Quellenbände und Spielhilfen beinhalten, die thematisch weder zur Roten Reihe der Regelbücher passen noch zur Grünen Reihe der Regionalbeschreibungen (deren Umfang ohnehin längst feststeht).

Die einzelnen Gebäudebeschreibungen sind nach einem einheitlichen Schema aufgebaut. Neben der Beschreibung des Gebäudes nebst Illustrationen und teilweise Gebäudeplänen finden sich bei den "Wehrgebäuden" noch Hinweise zu den jeweiligen militärischen Schwachstellen des Gebäudetyps. Bei den zivilen Bauten finden sich Informationen zur Geschichte des Gebäudes, den einzelnen Räumlichkeiten, üblichen Bewohnern und Gästen sowie zur Gebäudeverbreitung und zu alternativen Verwendungsmöglichkeiten. Außerdem gibt es zu jedem Gebäude noch Besonderheiten und Abenteuerideen.

Viel mehr als in anderen Publikationen wird in Ritterburgen & Spelunken durch die Illustrationen deutlich, wie sehr sich Aventurien am irdischen Vorbild orientiert. Bei einem Streifzug durch das Mittelalter wird der Leser zu fast jeder Burg ein irdisches Gegenstück finden können. Unabhängig davon sind die Illustrationen im Großen und Ganzen recht gut gelungen, auch wenn sie stilmäßig schon etwas eingestaubt wirken und die Vielzahl der unterschiedlichen Zeichenstile zuweilen auch ein wenig störend auf das Gesamtbild wirkt. Das Cover ist ebenfalls "gebraucht" und wurde bereits für Tempel, Türme & Tavernen verwendet.

Die Entscheidung, für den ersten Band einer neue Reihe ausnahmslos altes Material zu recyceln, halte ich für bedenklich. Wird doch beim aufmerksame Leser zunächst den Eindruck haften bleiben, die Quellenbandreihe wäre als Sammlung für "Recyclingmaterial" konzipiert. In Anbetracht der Tatsche, dass ich diese Rezension geraume Zeit nach der Veröffentlichung verfasse, befinde ich mich in der komfortabl en Situation, dass ich den Leser im Hinblick auf solche Befürchtungen beruhigen kann: Mit dem zweiten Band der Blauen Reihe, Efferds Wogen (2007), wurde eindrucksvoll klargestellt, dass die Quellenbuchreihe nicht zur Neuauflage alten Materials gedacht ist.

Fazit:
Das Problem von Ritterburgen & Spelunken ist, dass viele Themen angerissen sind, ohne jedoch wirklich abschließend behandelt zu werden. Hinzu kommt, dass der Band einerseits aufgrund der nicht vollständig übernommenen Inhalte keinen vollwertiger Ersatz für die beiden alten Spielhilfen bietet, so dass das Buch für Besitzer der beiden Vorgängerpublikationen eigentlich uninteressant ist. Wer dagegen auf Armorium Ardariticum und Tempel, Türme & Tavernen keinen Zugriff hat, kann hier zugreifen. Von mir erhält Ritterburgen & Spelunken 6 von 10 Punkten.




Rezension von Krassling

Mit Ritterburgen & Spelunken ist der erste Band einer Reihe erschienen, die das Spektrum der Publiaktionen des Schwaren Auges um eine weitere Nuance erweitert. Ein" Q" ziert die großformatigen Hardcover mit dem blauen Rand. Neben den Regelwerken und Regionalbeschreibungen (zu denen auch die 'Regionen' der Elfen und Zwerge gehören) entschließt sich Ulisses nun auch endlich, den 'Quellenband' als eigene Kategorie herauszugeben. Ganz neu ist diese Idee gleichwohl nicht, denn das Cover dürfte Freunden des Schwarzen Auges sehr wohl bekannt vorkommen.

Ritterburgen & Spelunken übernimmt dabei das bunte Treiben einer aventurischen Stadt (mit dem doch sehr griechisch anmutenden Tempel im Hintergrund) aus dem alten Tempel, Türme und Tavernen (2000). Dies ist keineswegs ein Fehler oder einer übertriebenen Sparsamkeit des neuen Verlages geschuldet, sondern der deutliche Hinweis an den Kunden, dass es sich hier um die nur leicht überarbeitete Ausgabe dieser vergiffenen Publiaktionen sowie des Armorium Ardariticum (1999) handelt. Während sich letzerer Band vor allem den aventurischen Wehrbauten und ihrer Errichtung widmete, waren die Tempel und Tavernen durch Ausführungen zur aventurischen Stadt ergänzt.

Das knapp 200 Seiten starke Werk listet im Inhaltsverzeichnis zunächst knapp zwei Dutzend aventurische Burgen. Die hier vorgestellten Gemäuer sind dabei als beispielhaft zu verstehen, wenngleich so etwas wie eine generische Burg nicht wirklich zu finden ist. Was mich bisweilen etwas befremdet, bei anderen Lesern aber ein Gefühl von Vertrautheit erzeugen mag, ist der Umstand, dass die meisten (wenn nicht alle) Befestigungen Kopien irdischer Vorbilder sind.

Größtmögliche Realitätsnähe mag hier mancher hervorheben, ich komme dennoch nicht umhin, mich an einigen Stellen etwas zu wundern. Die beispielhaften Burgen sind eben letztlich doch sehr spezielle Einzelwerke und taugen wenig für den generischen Wehrbau am aventurischen Wegesrand. Manch einer mag im stillen Kämmerlein die Frage stellen, bis zu welchem Grad irdische Burgen überhaupt als Vorbilder für aventurische Wehrbauten dienen können und sollen, doch von derlei ketzerischem Gedankengut soll hier nicht weiter die Rede sein.

Hernach widmet sich der Band dem aventurischen Dorf in seinen verschiedenen Erscheinungsformen vom tobrischen Streudorf bis zum andergastschen Rundling. Hier gelingt es weitaus besser, dem Anspruch einer exemplarischen Ausarbeitung mit Übertragbarkeit auf andere Orte gerecht zu werden. Neben der grundlegenden Anordnung des Dorfes findet sich hier auch wieder ein gutes Dutzend vielseitig einsetzbarer Gebäude.

Nach der dörflichen Gemeinde geht man zur Stadt über. In aller Kürze werden hier ein paar grundlegende Elemente der Stadt und ihrer Rechtslage genannt. Anschließend warten auf den Leser die verschiedensten Gebäude der generischen 'Mittelstadt'. Darunter sind auch Örtlichkeiten, die aventurische Helden viel zu oft (Kaschemme, Stadtwache) oder viel zu selten (Badehaus) sehen. Die Liste der Gebäude findet ihren Abschluss mit den Sakralbauten und zählt auch eine Handvoll Sonderlinge, zu denen das thorwalsche Langhaus ebenso gehört wie ein zwergisches Hügelhaus.

Aufbau:
Die Informationen zu den einzelnen Bauwerken unterschieden sich je nach Art des Gebäudes bzw. der ursprünglichen Quelle des Eintrags. Im Falle der Wehrbauten folgt auf die Beschreibung des eigentlichen Bauwerks und der illustrativen Darstellung der Grundrisse auch ein kurzer Kommentar zu den Schwachstellen der Anlage. Dies mag zunächst verwirren, dennoch liefert dies dem Meister eine Information, die er zum Beispiel militärisch bewanderten Helden zur Verfügung stellen kann. Den Abschluss bilden die Abenteuerideen, die je nach Bauwerk mehr oder weniger exotisch ausfallen, aber dennoch stets willkommene Anregungen sind.

Bei den zivilen Bauten beginnt jede Beschreibung mit einem Abschnitt zur Geschichte des Gebäudes. Da es sich bei Mittelstadt um die generische, aventurische Stadt handelt, sind diese Abschnitte oft sehr kurz gehalten. Umfangreiche Ausflüge in die Historie eines fiktiven Ortes wären in diesem Konzept auch wenig sinnvoll. Auch hier schließt sich die unabdingbare Beschreibung der Räumlichkeiten an, auf die ein eigener Abschnitt zu den Bewohnern folgt. Die Abenteuerideen werden hier noch um die jeweiligen Besonderheiten des Gebäudes ergänzt, die ihrerseits wieder Anreiz für weitere Abenteuer oder doch zumindest interessante Schauplätze des Gebäudes bieten. Da es sich bei den Gebäuden tatsächlich nicht um Einzelbauten, sondern um generische Typen handelt, beschließen die Abschnitte zur Verbreitung und alternativen Verwendungen des Gebäudetyps die Beschreibungen. Zu den meisten Gebäuden werden Grundrisse, zumindest aber die eine oder andere Illustration dargeboten.

Die zahlreichen Illustrationen wurden aus den alten Werken übernommen. Die Gesamtanordnung wurde dabei etwas angepasst, so dass Platz gespart werden konnte. Interessant ist hier die Vielfalt der Stile. Neben klassischen Grundrissen finden sich hier auch 3D-Aufrisse, Außenansichten und Fassadenzeichnungen. Dies verleiht dem Band den Charakter eines Kompendiums, wenngleich sicher nicht jeder Stil jedem Leser gefallen wird.

Anhänge:
Über elf Seiten erstreckt sich der unvermeidliche Anhang zu den Bauregeln. Hier stehen vor allem die Kosten eines Gebäudes im Vordergrund. An und für sich sollen solche Konstrukte die Wünsche der Simulationisten befriediegen, die jedoch sehr bald feststellen werden, dass die Grenzen der vorgestellten Regeln schnell erreicht sind. Die Abwägung zwischen Simulation und Spielbarkeit ist bei den DSA-Designern bekanntlich immer ein schwieriges Feld. Demzufolge werden auch hier wieder Fragen beantwortet, die niemand gestellt hat, während Antworten fehlen, die mancher Meister seinen Spielern irgendwann geben muss. Generell dienen die vorgestellten Regeln dazu, Helden mit zu viel Geld ein sinnvolles Ziel für ihre unermesslichen Reichtümer zu liefern. Leider wird dies nur unzureichend kommuniziert, und die Regeln sind auch nicht entsprechend gezielt entwickelt worden.

Eine Besonderheit des Bandes ist der zweite Anhang, der da "Handel und Wandel auf dem Dorf" genannt wird. Dieser kurze Anhang könnte geradezu als innovativ gelten, handelte es sich nicht auch hier um ein Recycling-Produkt. Der geneigte Leser findet hier im Wesentlichen die Würfetabellen aus dem Handbuch für den Reisenden, welches Teil der Kreaturenbox aus der zweiten Edition des Schwarzen Auges war. Nichtsdestotrotz ist dieser Anhang in meinen Augen besonders hervorzuheben, da er die direkte Rekation auf zahlreiche Kundenwünsche darstellt. So werden auch jüngere Spieler in den Genuß eines Spielmechanismus kommen, den der moderne Rollenspieltheoretiker längst überwunden glaubte, der aber einfach zu viel Spaß macht, um in der Versenkung zu verschwinden. Aus Platzgründen musste das Würfelbeispiel Trutzbach leider verschwinden, was der Qualität aber keinen Abbruch tut und nur senilen Nostalgikern wie mir fehlen wird.

Fazit:
Mit Ritterburgen & Spelunken wird dem Fanboy eine neue Reihe der DSA-Produkte eröffnet, die in dieser Form längst überfällig war. Der erste Band dieser Reihe bietet leider nur Recylcling-Material, welches aber dennoch nichts an Wert verloren hat und gerade für jüngere Spieler interessant sein dürfte. Der Hinweis, dass Besitzer der alten Bände hier keinen Mehrwert zu erwarten haben, erübrigt sich fast. Etwas bedauerlich ist in diesem Zusammenhang der Preis, der trotz geringerer Produktionskosten dem vollen Standard-Preis entspricht. Nun lässt sich darüber streiten, in wieweit solcherlei Einsparungen an den Kunden weitergegeben werden sollten. Solange ich davon ausgehen kann, dass derartige Schwankungen in den Gewinnmargen dazu genutzt werden, um höhere Kosten bei anderen Produkten abzufedern, sehe ich hier aber kein Problem.

Auf die Inhalte bin ich bereits in der gebotenen Kürze eingegangen. Generell bleibt hier aus meiner Sicht festzuhalten, dass die Ausführungen zu den verschiedenen Burgen nur sehr bedingt als schnelle Referenz zu gebrauchen sind, sondern sich bestenfalls als Anregungen für eigene Abenteuer an den entsprechenden Schauplätzen eignen. Dies gilt umso mehr, als dass einige Schauplätze, die in den letzten Jahren immer wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückten, hier nicht zu finden sind. Die Ausführungen zu den Themen Dorf und Stadt sind hingegen sehr gut zu gebrauchen und besitzen aufgrund ihres generischen Charakters auch einen hohen Wiederverwendungswert.

Der Band besitzt Stärken und Schwächen, die je nach individuellen Vorlieben anders bewertet werden. Für mich gibt hier es hier keinen klaren Ausschlag in die eine oder andere Richtung, so dass meine Wertung für Alveran 5 Punkte beträgt.

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