Powergaming

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Wikipedia: Powergamer

Glossar zu irdischen Hintergründen

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Kurzbeschreibung[Bearbeiten]

Unter Powergaming versteht man das Optimieren seiner Spielfigur, um aus dem vorhandenen Angebot an Spielmöglichkeiten die stärkste nutzen zu können, dabei aber regeltreu zu bleiben (für regelbrechende Spieler siehe Munchkin). Regellücken, die von der Gruppe nicht geschlossen wurden, werden bisweilen auch ausgenutzt.
Der Begriff Powergaming ist nicht eindeutig definiert und wird in unterschiedlichen Kontexten gebraucht. Vorherrschend ist eine negative Sichtweise des Powergamings, ursprünglich beschreibt der Begriff aber einen aufstiegsorientierten Spielstil. Damit können die Verbesserung der Spielfigur oder deren gesellschaftlicher Aufstieg gemeint sein.

Beispiele[Bearbeiten]

Nach Meinung vieler Spieler handelt es sich um Powergaming, wenn z. B.

  • ein kämpferischer Held starke magische Fähigkeiten entwickeln will
  • Helden massenweise Artefakte mit sich herumtragen und diese auf wundersame Weise kostengünstig und zahlreich erwerben (können)
  • Zauberer nur die "effektiv verwendbaren" Zauber erlernen, andere stimmige aber vernachlässigen.
  • Die Rollenvorgaben für einen Spielercharakter verlassen werden um einen stärkeren Helden zu erhalten.
  • Der Held unzählige Ausrüstungsgegenstände und/oder Unmengen an Münzen mit sich herumträgt ohne deren Gewicht oder Sperrigkeit zu beachten.
  • Vorteile jederzeit genutzt und Nachteile nicht gespielt werden.

Kritik[Bearbeiten]

Pro[Bearbeiten]

  • Manche Spielleiter missachten die Erfahrungsangabe bei Abenteuern bzw. überschätzen die Stärke von Stufe 2 Helden, Powergaming ist da dann Retten des Helden.
  • Der vom Powergamer gelenkte Held unterscheidet sich vom gewöhnlichen Rollenspielwelt-Bewohner deutlicher als der eines Stimmungsspielers, welcher meist nur hinsichtlich seiner Erfahrung und Reputation aus der Menge herausragt.
  • Powergaming erlaubt deutlich gewaltigere Questen ohne von den Spielern als unstimmig empfunden zu werden. Powergamer werden daher deutlich häufiger "die Welt retten" als andere Rollenspieler.

Contra[Bearbeiten]

  • Es gibt Rollenspieler, für die ist Powergaming uninteressant, da sie lieber in die Rolle einer Fantasyfigur eintauchen anstatt PC-spielartig "effektive Skillungen" auszutüfteln.
  • Sofern Powergaming nur von einem Teil der Gruppe betrieben wird, die dann auch noch den anderen Spielern mit ihren ausgereizten Wertemonstern "Screentime" wegnehmen, kann das zu Unzufriedenheit in der Gruppe führen.
  • Da beim Powergaming das Ausfüllen in einer bestimmten Rolle (Rollenspiel) wenig Aufmerksamkeit geschenkt werden muss, sind andere Rollenspieler (vor allem die Stimmungsspieler) oft irritiert wenn Powergamer sich als Rollenspieler bezeichnen.
  • Für Powergamer haben Regionalbeschreibungen oft keinen großen Nutzen, da da keine Regeln behandelt werden, sie beschneiden sich daher einiger Möglichkeiten die eine gut ausgebaute Spielwelt zu bieten hat.

Fazit[Bearbeiten]

Ob eine Rollenspielgruppe Powergaming betreibt oder nicht sollte im Gruppenvertrag geregelt werden. Die Erfahrung zeigt, dass sich Powergamer schlecht mit z. B. Stimmungsspielern vertragen, da beide unterschiedliche Spielziele verfolgen.

Publikationen[Bearbeiten]

Links[Bearbeiten]

Externe Links[Bearbeiten]