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Magische Zeiten

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Romane (Kurzübersicht)

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Kurzgeschichtenbände:
Aufruhr in AventurienDas Echo der Tiefe
Der GöttergleicheEin Hauch von Untergang
GassengeschichtenMagische ZeitenMond über Phexcaer
Netz der Intrige (Myranor) • SchattenlichterSternenleere
Unter Aves' SchwingenVon Menschen und Monstern


Biographische Romanserien:
AnswinDajinGalottaThalionmelRaidriRhiana

Publikationen zu Jubiläen von DSA

20 Jahre:
Magische Zeiten


25 Jahre:
Band I - Die RegelnBand II - Die Gruppenabenteuer
Band III - Die Soloabenteuer25 Jahre Jubiläumsbox


30 Jahre:
Unheil im Schwarzen Keiler

[?] X11 " (X11) Magische Zeiten
MagischeZeiten-RomanX13.jpg
Roman (Softcover)
Derisches Datum je nach Kurzgeschichte
(Datierungshinweise)
Seitenzahl 491 (Erstauflage)
Mitwirkende
Autoren Momo Evers (Redaktion)
Cover Ugurcan Yüce
Illustrationen Bryan Talbot, Caryad, Don-Oliver Matthies, Gabor Szikszai, Ina Kramer, Jens Haupt, Jörg Dröhl, Ruud van Giffen, Sabine Weiss, Ugurcan Yüce, Zoltan Boros
Pläne
Spielwelt-Informationen
Ort je nach Kurzgeschichte
Hauptpersonen
(Liste)
je nach Kurzgeschichte
Verfügbarkeit
Erschienen bei FanPro
Erscheinungs­datum 2005/01/XX " Januar 2005
Preis 15,00 (Erstauflage)
Preis pro Seite 3,05 Cent (Erstauflage)
Preis heute mit 2% Inflation p.a. 19,02 € (Erstauflage)
ISBN ISBN 3-89064-516-X
Erhältlich bei ISBN-Suche
Buchhandel.de
Buchkatalog.de
Amazon1
F-Shop
1: Referrer-Link; Einnahmen an Dennis Reichelt
Links
Bewertung per Abstimmung Suche in den dsa-Forum-Bewertungen
Rezensionen grimoires.de von Nico Zorn
x-zine.de von Helme
lorp.de von Philipp Kiefner
Weitere Informationen Flag of France.svg fr:Magische Zeiten
Mit freundlicher Genehmigung der
Ulisses Spiele GmbH

Klappentext[Bearbeiten]

20 Jahre DSA - 20 Jahre Magie

Deutschlands bekanntestes Rollenspiel Das Schwarze Auge feiert sein 20-jähriges Bestehen - Grund genug, diesen runden Geburtstag gebührend zu feiern. Magische Zeiten bietet einen interessanten Blick hinter die Kulissen der Redaktion und auf die 'Macher': jene Menschen, die DSA in den vergangenen Jahrzehnten geprägt, gelebt und beschrieben haben. Neben Kurzgeschichten, die bekannte aventurische Personen und Ereignisse erstmals in gänzlich anderem Licht präsentieren, finden sich Bilder, Fotos und anderes aus 20 Jahren lebendiger DSA-Geschichte. Und natürlich darf neben Portraits der Redaktion damals und heute auch ein Überblick über die Aktivitäten der Spielerschaft nicht fehlen - der eigentlichen Helden Aventuriens.

Klappentext von Magische Zeiten; zur Weiterverwendung siehe Ulisses-Disclaimer

Inhaltsangabe[Bearbeiten]

Magische Zeiten ist ein Leckerbissen für alle langjährigen Freunde von DSA und zugleich ein Appetitmacher für jene, die es werden wollen. In diesem Buch tummeln sich Kurzgeschichten von Autoren wie Thomas Finn, Lena Falkenhagen oder Hadmar von Wieser neben Hintergrundinformationen zum Spiel und einem reichhaltigen und unterhaltsamen Rückblick rund um die Geschichte und Entwicklung des auflagenstärksten deutschen Rollenspiels.

Was machen Ayla von Schattengrund und der Bote des Lichts mutterseelenallein am Rande der schwarzen Sichel? Was geschah wirklich an jenem schicksalshaften Abend, an dem Galotta vor Hal und Nahema ai Tamerlein den Scharlachkappentanz tanzte? Was befindet sich am Anbeginn aller Zeiten, und was an ihrem Ende? Wie sehen die Lebenserinnerungen eines Tierkönigs aus? Und wie stiehlt man überhaupt ein Schwarzes Auge? Auch eine Sonderausgabe des Aventurischen Boten, unter anderem mit einem kleinen Ausblick auf das nahende Jahr des Feuers, ist mit an Bord, eine praktische Zeitleiste wichtiger Ereignisse ermöglicht Neueinsteigern eine erste Orientierung und ist auch für erfahrene Spielleiter eine Hilfestellung, und selbstverständlich wurde auch die im Lexikon begonnene Publikationsübersicht fortgeschrieben.

Nicht zuletzt bietet Magische Zeiten einen interessanten Blick hinter die Kulissen der Redaktion und auf die „Macher“, jene Menschen, die DSA in den vergangenen Jahrzehnten geprägt, gelebt und beschrieben haben. Und weil dies nicht zuletzt die Spieler selbst sind, darf neben Portraits der Redaktion damals und heute natürlich auch ein Überblick über die Aktivitäten der Spielerschaft nicht fehlen – der eigentlichen Helden Aventuriens. Das ist schon alles? – Bei Weitem nicht. Auch wer aventurisches Liedgut oder das Rezept zum echten „Kaiser Retos Schlemmertopf“ sucht oder schon immer einmal wissen wollte, warum Altaïa wirklich untergegangen ist, wird fündig werden. Viel Spaß beim Stöbern in 20 Jahren aventurischer und irdischer Geschichte!

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Enthaltene Kurzgeschichten
Inhalt
Nr Name Art Autor Datum Ort Band
Die letzte Glut Kurzgeschichte Stefan Küppers Weltende gesamter Kosmos Magische Zeiten
Vanjescha oder: Ein peinlicher Vorfall Kurzgeschichte Ina Kramer (vor 20 Jahren?) spätestens 1006 BF Festum Magische Zeiten
Zwei stürmische Tage Kurzgeschichte Susi Michels 1025 BF Schwarze Sichel Magische Zeiten
Die Winde voller Trauer klagen Kurzgeschichte Martina Sofie Noeth 990 BF bis 21. ING 1021 BF Gareth, Trollpforte Magische Zeiten
Der Scharlachkappentanz (Kurzgeschichte) Kurzgeschichte Lena Falkenhagen 18. Peraine 1002 BF Gareth Magische Zeiten
Das Herz des Kontinents Kurzgeschichte Anton Weste 876 v. BF bis 29. Peraine 1027 BF Gareth, Herz des Kontinents Magische Zeiten
Das Schwarze Auge (Kurzgeschichte) Kurzgeschichte Thomas Finn 18. bis 21. Phex 1027 BF Gareth, Kaisermark, Schloß Morgenfels Magische Zeiten
Am Anfang der Zeit Kurzgeschichte Hadmar von Wieser Magische Zeiten

Zusatzinformationen[Bearbeiten]

  • Magische Zeiten/Daten listet die in diesem Band angegebenen Veröffentlichungsdaten anderer DSA-Produkte.
  • Magische Zeiten ist eine Taschenbuch-Sonderausgabe anlässlich des 20. Jahrestags der Veröffentlichung von DSA.
    In dem Buch kann man zusammengetragene Kurzgeschichten, Hintergrundinformationen und Anekdoten aus 20 Jahren aventurischer und irdischer Geschichte nachlesen.
  • Die Kurzgeschichte 'Die letzte Glut' ist eine interessante Referenz für kosmologische Wahrheiten, wenn man sie (umstrittenermaßen) als verlässliche Quelle einstuft.
  • Die Geschichte 'Das Schwarze Auge' wurde unter dem Titel Das Auge des Morgens auch als Hörbuch veröffentlicht.

Kritik[Bearbeiten]

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Bewertung[Bearbeiten]

Roman: Magische Zeiten (Rangliste)
Note Bewertung durch Unterschrift (Anleitung)
sehr gut  (1)  Asmina von Riva, Anloén, Falk Steinhauer, Mythram Leuenbrand von Perricum, Waldemar, Epenschmiede, Geron, Horadan, miro, Rick der Rauhe, Rondrian, Theaitetos, Alrik Normalaventurier,Gralkor, Delilahsab, Ilra Seelenweber
gut  (2) Yonara von Rhodenwalde, Derograph, Xolgrim, Quendan von Silas, Torjin, Avatar MacMillan, Orci
zufriedenstellend  (3) Nottr
geht so  (4)
schlecht  (5)
Durchschnitt 1.4
Median 1
Stimmen 24

Kommentare[Bearbeiten]

Avatar MacMillan:

Der Band enthält die besten DSA-Kurzgeschichten überhaupt. Anton Weste, Ina Kramer, Lena Falkenhagen, Martina Noeth und Thomas Finn bieten Literatur vom Feinsten.

Nottr:

Gute bis sehr gute Kurzgeschichten, nette Zusatzinformationen, aber auch sehr viel banale Dinge und Informationen, die woanders besser zu finden sind.

Rondrian:

"Magische Zeiten" bietet eine sehr gelungene Mischung aus Interviews, Hintergrundinformationen, Kurzgeschichten und einigen weiteren Kleinodien. Besonders einige der Kurzgeschichten haben mich absolut gefesselt und so habe ich das ganze Buch praktisch verschlungen. Absolut zu empfehlen!

Rezensionen[Bearbeiten]

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Rezension vorhanden:


Rezension von Marc Völker, 2005

In 20 Jahren entstehen Nationen und verschwinden wieder von der Landkarte. DSA jedoch hat 20 Jahre überlebt. Und Magische Zeiten ist eine Hommage an 20 Jahre Rollenspieler, die dem Schwarzen Auge Leben eingehaucht haben, und wirft einen Blick hinter die Kulissen des erfolgreichsten und größten deutschsprachigen Rollenspiels. Der Leser kann hier viel Wissenswertes über Entstehung und Entwicklung des Spiels erfahren, und selbst DSA-Veteranen erfahren viele nicht allgemein bekannte Details. Neulinge hingegen macht das Buch ganz einfach Appetit auf DSA.

Im einzelnen enthält das Buch die folgenden Texte/Artikel/Geschichten:

  • Zum Geleit: Helden, "Hunde, Hirngespinste 1984-2004: 20 Jahre Aventurien" von Momo Evers
  • Vorwort (e): "Eine Affäre aus Leidenschaft" von Bernhard Hennen / "Ihr spinnt doch alle!" von Hadmar von Wieser / "Vergangenheit, Gegenwart & Zukunft" von Florian Don-Schauen und Thomas Römer
  • "Willkommen in Aventurien!" von Sascha Schnetzer
  • "Das Schwarze Auge" - Eine Kurzgeschichte von Thomas Finn
  • "Heute ein Held - Wege in die Welt des phantastischen Erzählspiels" von Olaf Michel
  • "Die Geschichte des Schwarzen Auges - Ein historischer Überblick zum bekanntesten deutschen Rollenspiel" von Mark Wachholz
  • "Am Anfang der Zeit" - Eine Kurzgeschichte von Hadmar von Wieser
  • "Myranor und Aventurien - Eine Welt, zwei Kontinente" von Stefan Küppers und Michael Wuttke
  • Bardensang - Der Weg durch den Dunkelforst
  • "Zwei stürmische Tage" - Eine Kurzgeschichte von Susi Michels
  • "Aventurien lebt - durch seine Spieler" - Ein Rückblick von Frank Wilco Bartels
  • "Die Winde voller Trauer klagen" - Eine Kurzgeschichte von Martina Noeth
  • "Der Scharlachkappentanz" - Eine Kurzgeschichte von Lena Falkenhagen
  • "Multimedia - Aventurien ist überall" von Florian Sachtleben
  • "Aventurischer Bote - Sonderausgabe" von Katharina Pietsch & Tyll Zybura
  • "Vanjescha oder: Ein peinlicher Vorfall" - Eine Kurzgeschichte von Ina Kramer
  • "Bewahrer phantastischer Welten" - Ein Interview mit der DSA-Redaktion
  • "Das Herz des Kontinents" - Eine Kurzgeschichte von Anton Weste
  • Bardensang - Warte auf den Nachtwind
  • "Helden wie wir" - Schöpfer, Wegbereiter und Bewahrer des Schwarzen Auges
  • "Die letzte Glut" - Eine Kurzgeschichte von Stefan Küppers
  • Bardenspiel - Lebt denn wohl, grüne Täler
  • "Bewegte Zeiten - 20 Jahre Aventurien" von Niklas Reinke
  • Bardenspiel - Aylas Vision
  • "Auf ins Abenteuer!" zusammengestellt von Carsten-Dirk Jost und Florian Don-Schauen: Eine Übersicht über alle DSA-Publikationen

Bemerkenswert ist der Erscheinungszeitpunkt des Buches. DSA erschien erstmals im Jahr 1984, womit 2004 zum Jubiläumsjahr wurde. Magische Zeiten ist aber erst 2005 erschienen. Selbstverständlich war das so wohl keine Absicht, die Verspätung ist wohl eher auf Verzögerungen in der Produktion zurückzuführen. Dennoch ist es etwas seltsam, wenn der Jubiläumsband ein Jahr zu spät erscheint. Also liebe Redaktion: Setzt euch beim nächsten Jubiläum nicht so knappe Termine und legt derartige Sonderpublikationen eher auf den Jahresanfang.

Mit 490 Seiten geht Magische Zeiten schon als "dicker Wälzer" durch (man möge mir diesen Ausdruck verzeihen). Für ein Taschenbuch ist der Umfang beachtlich. Meines Erachtens ist das Buch nach der gebundenen Ausgabe von Ulrich Kiesows Das zerbrochene Rad die DSA-Publikation mit den meisten Seiten (aber natürlich nicht die umfangreichste, da das Buch "nur" DINA5-Format hat). Genau hier liegt auch ein Problem: Für das Paperbackformat ist das eigentlich zu dick. Bücher mit diesem Umfang sollten meiner Meinung nach gebunden sein, da sie sonst bereits nach dem ersten Lesen ziemlich abgegriffen aussehen. Übrigens dürfte das Cover DSA-Veteranen nicht unbekannt sein ...

Magische Zeiten ist mit keiner anderen DSA-Publikation auch nur annähernd zu vergleichen. Das Buch wirkt teilweise ziemlich zusammengewürfelt, chaotisch und skurril. Genau diese Tatsache macht auch den Reiz des Buches aus. Viele Autoren haben etwas beigesteuert, ohne dass jemand darauf geachtet hat, dass die Inhalte homogen sind. Auf Grund der Thematik von Magische Zeiten war so etwas weder erforderlich noch beabsichtigt. Beim Lesen kommen viele schöne Erinnerungen an die guten alten Zeiten (früher war ja bekanntlich immer alles besser) zurück, sofern man diese miterlebt hat. Anderenfalls ist das Buch ein schöner Einblick in die Geschichte von DSA. Von mir erhält Magische Zeiten daher 8 von 10 möglichen Punkten.




Rezension von Krassling, 2005

Magische Zeiten, der lange angekündigte und dann endlich (mit einem Jahr Verspätung) erschienene Jubiläumsband zum 20-jährigen Bestehen des beliebtesten Rollenspiels in Deutschland, macht mit knapp 500 Seiten und einer an das Abenteuerformat angelehnten Umschlaggestaltung einen positiven ersten Eindruck. Neben einem kurzen Einblick in die Inhalte wird im Klappentext auch die Spielerschaft erwähnt, denen der Band dann konsequenterweise auch gewidmet ist.

Auch bei einem ersten Durchblättern stößt man auf die bekannten Elemente des "FanPro-Layouts". Nicht nur die Schmuckbalken mit alchimistischen Symbolen, nein, auch die ausgefransten grauen Felder, in denen sonst Hintergrundinformationen und Exkurse zu finden sind, dienen hier einem ganz ähnlichen Zweck.

Schlägt man den Band nun auf, wird man zunächst auf drei Seiten über die aventurische Geographie belehrt. Daneben findet sich die aventurische Karte, die wieder einmal als Scan der gefalteten Plastikkarte aus den letzten Grundboxen zu erkennen ist. Während ich mich noch frage, warum um Himmels willen denn niemand mehr eine digitale Version dieser Karte auftreiben kann, in der keine Knickkanten zu sehen sind, blättere ich weiter und finde zu meiner Erleichterung das Inhaltsverzeichnis.

Ein solches ist für Magische Zeiten auch wirklich nötig, wechseln sich hier doch Hintergrundberichte, Einblicke in die Arbeit der Redaktion und aventurische Erzählungen auf eine angenehm erfrischende Weise ab. Schnell hat man herausgefunden, dass die Zierränder an manchen Seiten die aventurischen Erzählungen kennzeichnen, und so das Ästhetische mit dem Nützlichen kombiniert wurde. So angenehm überrascht kann der geneigte Leser sich also in aller Ruhe das Vorwort zu Gemüte führen. Für mich immer noch das Wichtigste an einer Anthologie, wenngleich böse Zungen behaupten, dass die meisten Leser darüber gewissermaßen "hinweg läsen".

Jenen eiligen Lesern entgeht jedoch nicht Unwesentliches von diesem Band, der gleich mit drei (bzw. vier) verschiedenen Vorworten aufwarten kann. Was im ersten Moment langatmig erschienen will, erweist sich schnell als ausgesprochen kurzweilig. Während Herausgeberin Momo Evers uns darüber aufklärt, was DSA den Frauen zu verdanken hat, liefert Hadmar von Wieser unter dem Titel "Ihr spinnt doch alle" ein humoriges Vorwort ab, das mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. Eine typische Passage sei dem Leser nicht vorenthalten:

"Ende der 90er war der typische Spieler 22 Jahre alt und spielte einen tulamidischen Abenteurer, der während des Orkkrieges Rondra-Geweihter wurde, aber durch Borbarads Rückkehr zum Fachmann für Dämonologie und angewandte Seelenheilkunde wurde; Stufe "irgendwo bei 12, aber ich bin mit der Umstellung auf das neue Regelsystem noch nicht fertig." Eine einzelne typische Frage an die Redaktion gibt es nicht mehr, aber sie lautet in etwa: "In der Mysteria Arcana steht auf Seite drölfzig, dass Dämonen der Domäne Amazeroths Zhayad sprechen. In Rausch der Ewigkeit hingegen wird auf Seite fünfunddrölfzig behauptet, dass ..." Er erhält verschiedene Antworten, aber keiner sagt ihm die Wahrheit: "Woher soll ich das wissen, ich bin nur der Autor. Du wohnst in Aventurien."

An Hintergrundeinblicken bietet Magische Zeiten unter anderem ein Interview mit der Redaktion sowie einer kurzweiligen Vorstellung all jener, die am Projekt Aventurien in den letzten 20 Jahren maßgeblich beteiligt waren. Hier erfährt man, mit wem man es als Fan des Schwarzen Auges eigentlich immer wieder zu tun hat, aber auch, warum Altaia einem plötzlichen Unglück zum Opfer fiel.

Sehr schön ist auch der Überblick über die Geschichte Aventuriens von Niklas Reinke. Das Besondere daran ist, dass hier gemäß dem Motto "20 Jahre DSA" zu einem Ereignis ggf. die entsprechende Referenz im Aventurischen Boten oder gar in einem Abenteuer gegeben wird. Dieses Kapitel wird jedoch noch übertroffen von Mark Wachholz' Zusammenstellung der Geschichte des Schwarzen Auges. Hier wird die Geschichte dieses Rollenspiels von den ersten Gründertagen bis zu den aktuellen Ereignissen im Herbst des Jahres 2004 geschildert. Der Autor hat es verstanden, die sachliche Historie mit genügend menschlicher Dramatik und pikanten Details zu würzen, um dieses Kapitel zu einem echten Genuss werden zu lassen.

Die letzten 90 Seiten des Bandes sind mit einer Auflistung aller Publikationen des Schwarzen Auges bis zum Jahre 2004 gefüllt. Mag solch ein Überblick auch interessant sein, so wird der Sinn dieser Auflistung doch schon in der Einleitung relativiert. In Zeiten des Internets muss man sich fragen, ob eine solche Auflistung nicht auf der gut ausgebauten Internetpräsenz des Verlages FanPro besser aufgehoben wäre. Ob sie fast ein Fünftel der Seiten im vorliegenden Jubiläumsband wert ist, sei einmal dahin gestellt. Auch die Vorstellung aventurischer Rassen und der bekannten zwölf Götter, die sich am Beginn des Buches befindet, wird den meisten Fans wohl nur einen geringen Mehrwert liefern.

Über die insgesamt acht Kurzgeschichten aus der Feder renommierter Autoren sei an dieser Stelle nichts verraten. Einzig, dass manch ein Leser hier alte Bekannte aus 20 Jahren DSA wiederfinden wird, dürfte wohl niemanden überraschen. Die bewusstseinserweiternden Substanzen, die Stefan Küppers zu derart tiefen Einblicken in die aventurische Kosmologie befähigten, sollten allerdings besser unter Verschluss gehalten werden.

Schlussendlich lässt sich sagen, dass mit Magische Zeiten ein Kleinod geschaffen wurde, das sich über weite Teile mit großem Genuss lesen lässt. Einige der weniger interessanten Kapitel lassen den Schluss zu, dass hier der Versuch gemacht wurde, das Buch auch (Noch-)Nicht-Fans schmackhaft zu machen. Man mag sich darüber streiten, ob dies sinnvoll ist oder nicht, aber gerade die knapp 90 Seiten Produktlisten hätte man sich (und dem Geldbeutel des Konsumenten) meiner Meinung nach sparen können. Bei einem Preis von 15 Euro führt dies leider dazu, dass der Band von mit nicht mehr als 7 Punkte erhält. Hier wäre weniger vielleicht doch einmal mehr gewesen.

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