In Liskas Fängen

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Begriffsklärung Weitere Artikel mit gleichem Namen: Liska. Dort angezeigte Kurzcharakterisation dieses Artikels: DSA3-Gruppenabenteuer Nr. A61.
Abenteuerlisten

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Abenteuerlisten (sortiert nach):
NummerZeitpunktErscheinungsdatum
Region (Nord-Mittel-SüdaventurienMeridiana)
Bewertung (Gruppen-Soloabenteuer)


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mit derographischen Merkmalennach Genre

[?] A061 " 61 In Liskas Fängen
AB A61.jpg
Gruppenabenteuer (Softcover)
Regelsystem DSA3
Derisches Datum 1016 BF
(Datierungshinweise)
Seitenzahl 48 (Erstauflage)
Mitwirkende
Autoren Ralf Hlawatsch
Cover Ertugrul Edirne
Illustrationen Michaela Sommer
Pläne Ralf Hlawatsch
Spielwelt-Informationen
Ort Westliches Nivesenland, Hoher Norden
Hauptpersonen
(Liste)
Spiel-Informationen
Komplexität Meister mittel
Komplexität Spieler mittel
Erfahrung Helden Erfahren (9-14)
Anforderungen Helden Talenteinsatz, Zauberfertigkeiten, Interaktion, Kampffertigkeiten, Hintergrundwissen
Verfügbarkeit
Erschienen bei Schmidt Spiele
Erscheinungs­datum 1995/09/XX " September 1995
PDF: 27. März 2014
Preis 24,80 DM / 12,68 € (Erstauflage)
4,99 € (Download)
Preis pro Seite 26,42 Cent (Erstauflage)
Preis heute mit 2% Inflation p.a. 19,6 € (Erstauflage)
ISBN ISBN fehlt
Erhältlich bei
Download PDF-Shop (PDFISBN)
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Bewertung per Abstimmung dsa-Forum
Rezensionen
Weitere Informationen
Mit freundlicher Genehmigung der
Ulisses Spiele GmbH

Klappentext[Bearbeiten]

Kein Held lebt auf die Dauer von guten Taten allein. Des Köhlers Töchterlein den Fängen der Entführer zu entreißen, zeugt zwar von Edelmut, aber die Heldenkasse bleibt leer. Irgendwann müssen einmal wieder frische Dukaten her! Da kommt die Kunde von einem Schatz am Oblomon wie gerufen. Unermeßlicher Reichtum liegt dort verborgen, unbewacht, und wartet nur darauf, von einer findigen Heldengruppe eingesackt zu werden. Also Leute, beschafft euch ein paar Packpferde - weil ihr so viel Gold gar nicht allein forttragen könnt -, und dann nichts wie los, hinein in die aventurische Taiga. Ihr müßt nur bedenken, daß dort oben andere Gesetze herrschen als bei euch daheim und daß andere Götter das Sagen haben, aber das soll euch nicht schrecken. Es wird schon schiefgehen, oder ...?
Klappentext von In Liskas Fängen; zur Weiterverwendung siehe Ulisses-Disclaimer

Zusatzinformationen[Bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten]

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Bewertung[Bearbeiten]

Gruppenabenteuer: In Liskas Fängen (Rangliste)
Note Bewertung durch Unterschrift (Anleitung)
sehr gut  (1)  Geron
gut  (2) Adanos, Derograph, Thimorn Sturmfels, Narjuko, Stip, Galotta, Lindariel, Gion, Xenofero
zufriedenstellend  (3) Boromil Hollerow, Cendrasch
geht so  (4) Ucurian
schlecht  (5)
Durchschnitt 2.2
Median 2
Stimmen 13

Kommentare[Bearbeiten]

Adanos:

Das Abenteuer ist sehr frei für die Spieler und stellt hohe Anforderungen an den Meister. Es ist aber eine sehr interessante Erfahrung, absolut empfehlenswert.

Argelion:

Das Abenteuer hat einfach nur Spaß gemacht und zwar auf beiden Seiten des Tisches!

Rezensionen[Bearbeiten]

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Rezension vorhanden:
Rezension von Krassling

Der Titel verrät es bereits, dieses Abenteuer aus der Feder des berüchtigten Herrn Hlawatsch spielt im hohen Norden, dem Land der Nivesen und endlosen Steppen. Der Klappentext spricht von einem Schatz, den es zu finden gilt, und tatsächlich dreht sich in diesem Abenteuer alles um eine waschechte Schatzsuche. Der leidgeplagte Spieler wird wohl spätestens hier einen faulen Zauber wittern, stellte sich doch die Aussicht auf einen Schatz allzu oft als billiger Aufhänger für ein Abenteuer heraus, das sich schon bald um alles andere drehte, nur nicht um einen Reichtum versprechenden Haufen Gold.

Immerhin taucht in der stimmungsvollen Vorgeschichte, die dem Abenteuer vorangestellt ist, eine beträchtliche Menge Gold auf, und der Autor verspricht, dass die Helden diesen Schatz auch tatsächlich finden können. Konsequenterweise geht Hlawatsch auch auf die Problematik ein, die sich mit dem plötzlichen Reichtum verbindet, die ein gehobener Schatz so mit sich bringt. Darüber hinaus findet er noch ein paar Worte für den Meister, wie mit den vorliegenden Texten umzugehen sei und welche Vorbereitungen der Meister treffen sollte.

Dazu sei gesagt, dass die Regionalbox Rauhes Land im Hohen Norden zu jener Zeit noch nicht existierte. Gemessen am damaligen Stand der Dinge ist das Abenteuer großzügig mit zusätzlichen Informationen ausgestattet. Neben einer hochwertigen Farbkarte der Region von Ina Kramer hat Hlawatsch sein Werk mit einem vierseitigen "Anhang: über das Nivesenland" versehen. Auch das eigentliche Abenteuer ist mit mehreren Karten ausgestattet, die das Geschehen neben den Zeichnungen von Carayad bildlich illustrieren. So kommt das Werk mit einer Ausstattung daher, die besser kaum sein könnte. Die fehlenden Details zum Leben im aventurischen Norden und seiner Menschen können heute der entsprechenden Box entnommen werden, aber auch zum damaligen Zeitpunkt dürfte sich kaum ein Meister über mangelnde Informationen beschwert haben.

Das Abenteuer gliedert sich in vier Teile. Wie es sich für eine echte Schatzsuche gehört, haben die Helden natürlich so etwas wie eine Schatzkarte (oder wie in diesem Fall einen Reisebericht), auf dessen Spuren sie hoffen, das verlockende Ziel zu erreichen. Hlawatsch überrascht mit einem ausgesprochen dynamischen Einstieg. Kein billiges Anwerben in einer Kneipe oder ein geheimnisvoller Auftraggeber, der an die Helden herantritt. In Liskas Fängen dürfte wohl das einzige Abenteuer sein, dass gewissermaßen im Schlafzimmer der Helden seinen Anfang nimmt. Es sei jedoch nicht verhehlt, dass davon ausgegangen wird, dass sich die Helden zu Beginn des Abenteuers in Riva befinden. Mag es auch für Abenteuer jener Zeit nicht ungewöhnlich sein, die Helden ohne weitere Erklärungen an einen derart entlegenen Ort zu verfrachten, so hätte man sich hier doch zumindest ein paar Ideen gewünscht, wieso es die Helden gerade in diese entlegene Oase der Zivilisation verschlagen hat.

Kaum haben die Helden sich entschieden, die Spur des Goldes aufzunehmen und dem Nordstern entgegen zu reisen, treffen sie auch schon auf ihre Kontrahenten. Auch hier findet man wieder ein typisches Element für die Abenteuer in den Weiten des Nordens. Die Gegenseite besteht nicht etwa aus ein paar schlichten Halunken, oder gar Gesetzeshütern, sondern aus einer Truppe waschechter Kopfgeldjäger. Sehr schön werden hier auch die Unterschiede zwischen den hitzigen Südländern und den verschlossenen Nordländern klar.

Auch wenn Kopfgeldjäger nicht gerade als zimperlich gelten, so wissen sie doch, dass offene Gewalt nicht immer der beste Weg zum Ziel ist. Warum einen Konflikt in einer der wenigen größeren Siedlungen provozieren, wenn der Gegner noch hunderte Meilen einsamer Wildnis vor sich hat? Auch schätzen die einsamen Wölfe des Nordens, die Gefahren eines Kampfes und einer potentiellen Verletzung wohl viel vernünftiger ein, wissen sie doch, dass den Kampf mit der Natur nur die Starken überleben und ein verletzter Kopfgeldjäger von seinen Konkurrenten leicht abgehängt oder überwältigt werden kann. So endet also diese erste Begegnung unblutig, dafür haben die Helden nun ein paar hartnäckige Verfolger im Nacken. Sie werden ihre Kräfte auch noch brauchen, denn die Natur erweist sich als unerbittlich und schon bald stecken die Helden im sprichwörtlichen Dreck.

Nachdem sich die Helden im ersten Teil mit Kopfgeldjägern und den Gefahren der Natur herumschlagen durften, haben sie an den Ufern des Skagalli gewissermaßen eine "Begegnung der dritten Art". Eine eher zufällige Begegnung konfrontiert die Helden mit dem mächtigen Dämon Ghur. Wie es für die Magie des Nordens typisch ist, sind hier Spuren und Artefakte selten, doch dafür umso mächtiger. Auch hier geht Hlawatsch den subtilen Weg, und so gerät die Konfrontation mit Ghur zu einem verzwickten Versteckspiel. Dieser Abschnitt hätte etwas besser ausgearbeitet werden können, aber glücklicherweise kann der Meister hier auf die Mitwirkung seiner Spieler setzen, die ihm einen Teil der Arbeit abnehmen und dem Abenteuer an dieser Stelle seinen besonderen Reiz verleihen. Der Konflikt mit Ghur führt die Helden nun zu nächsten Station ihrer Schnitzeljagd. Das Finale des Kapitels findet in einer verlassenen Wechselstation statt. Die Helden stoßen auf den Wächter einer Pforte in die siebte Sphäre. Hier kann der Meister die Spieler mit der stimmigen Beschreibung eines schamanistischen Rituals und einem furiosen Finale verwöhnen.

Im dritten Teil des Abenteuers beleuchtet Hlawatsch nun einen weiteren wichtigen Aspekt der aventurischen Nordlande. Im Gegensatz zu den meisten anderen Bewohnern Aventuriens pflegen die Nivesen nicht den Glauben an die Zwölfgötter und ihre Widersacher. So ist dieses Kapitel auch das Namensgebende des Abenteuers. In Liskas Fängen gilt es für die Helden in die besonderen Beziehungen zwischen Nivesen und Wölfen einzutauchen. Das leibhaftige Auftreten der Himmelsgöttin verleiht dem Ganzen dabei den besonderen Hauch Mythologie. Die Begegnung mit der Sippe und ihrem Leben kann dabei sehr farbig und schon geradezu romantisch verlaufen, auch wenn Hlawatsch hier natürlich einige Zugeständnisse machen musste, und die Sippe aufgrund des zur Verfügung stehenden Platzes nicht weiter beschrieben werden kann.

Im vierten Teil nun wird das Finale des gesamten Abenteuers eingeleitet. Leider tut Hlawatsch hier einen Fehlgriff in der Besetzung für den finalen "Schatzwächter". Der ansehnliche Schatz wird nämlich von einem leibhaftigen Drachen bewacht. Diesem sollen die Helden ohne jede Vorbereitung in offener Steppe gegenübertreten. Doch ein ausgewachsener Riesenlindwurm ist selbst für eine Gruppe dieser Erfahrung eine Nummer zu groß. Da nützt es auch nichts, darauf hinzuweisen, dass man den Lindwurm am Besten dadurch tötet, dass man ihm alle drei Köpfe abschlägt. Hält man sich hier an die Vorgaben des Abenteuers, so endet die Reise der Helden wohl im Bauch des Drachen. Es ist kaum nachvollziehbar, warum Hlawatsch hier ein solcher Ausrutscher unterläuft, und er die gelungene Atmosphäre seines Abenteuers so sang- und klanglos den sprichwörtlichen Bach runter gehen lässt.

Fazit:
In Liskas Fängen bietet eine wunderbare gestaltete Schatzsuche, die viele Elemente des Nordens einfängt. Die Atmosphäre ist gut gelungen und bietet ein rundes Bild des aventurischen Nordens. Die Vorgaben des Verlages beschränken Hlawatsch zwar in seinen Ausführungen, aber dennoch gelingt es ihm in wenigen Abschnitten die zentralen Konzepte des "Rauhen Landes im Hohen Norden" herauszuarbeiten. Nimmt man die gleichnamige Box zu Hilfe, so gerät das Abenteuer ganz sicher zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Neben dem berüchtigten Humor des Herrn Hlawatsch zeichnet sich In Liskas Fängen auch durch eine gut gelungene Konzeption und Dramaturgie aus. Die vier verschiedenen Teile des Abenteuers kommen alle mit eine kleinen Finale daher, so dass sich dieses Abenteuer auch über mehrere Sitzungen mit kleinen Finals genießen lässt. Das große Finale des Abenteuers im vierten Teil ist leider auch das große Manko dieses Machwerks. Es gibt wohl kaum eine Spielrunde, die das Finale genau in der hier vorgestellten Version spielen wird. Selbst ein weniger erfahrener Meister sollte jedoch imstande sein, diesen wunden Punkt auszubessern und hier eine geeignete Lösung für seine Spielrunde zu finden.

So bleibt In Liskas Fängen wohl ein echter Geheimtipp für die Freunde des aventurischen Nordens. Doch auch anderen Spielrunden kann dieses Abenteuer bedenkenlos empfohlen werden. Sollten Ihre Helden einmal zufällig in Riva weilen, so sollten Sie nicht zögern, sich in die Fänge der Himmelswölfin zu begeben. Abgesehen von dem fehlplazierten Drachen Ulgozol wurde bei diesem Abenteuer einfach nichts falsch gemacht. Seinerzeit wohl das Nonplusultra in Sachen Abenteuer, ist In Liskas Fängen

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