Der Spieler

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Begriffsklärung Dieser Artikel behandelt den Roman Der Spieler. Die ähnlich lautende Professionsvariante findet sich unter Spieler und der Spielteilnehmer am Rollenspiel unter Rollenspieler.
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Kurzgeschichtenbände:
Aufruhr in AventurienDas Echo der Tiefe
Der GöttergleicheEin Hauch von Untergang
GassengeschichtenMagische ZeitenMond über Phexcaer
Netz der Intrige (Myranor) • SchattenlichterSternenleere
Unter Aves' SchwingenVon Menschen und Monstern


Biographische Romanserien:
AnswinDajinGalottaThalionmelRaidriRhiana

[?] R022 " R22 Der Spieler
DerSpieler-Roman022.jpg
Roman (Softcover)
Derisches Datum 1017 BF
(Datierungshinweise)
Seitenzahl 283 (Erstauflage)
Mitwirkende
Autoren Christian Jentzsch
Cover Krzysztof Wlodkowski
Illustrationen
Pläne
Spielwelt-Informationen
Ort Gareth
Hauptpersonen
(Liste)
Verfügbarkeit
Erschienen bei Heyne
Erscheinungs­datum 1996/10 " Oktober 1996
2. Auflage 1999 " 1999
Preis 6,60 € (Erstauflage)
12,90 DM (Originalverkaufspreis)
7,99 € (Download)
Preis pro Seite 2.33 Cent (Erstauflage)
Preis heute mit 2% Inflation p.a. 10 € (Erstauflage)
ISBN ISBN 3-453-11941-X
Erhältlich bei ISBN-Suche
Buchhandel.de
Buchkatalog.de
Amazon1
1: Referrer-Link; Einnahmen an Dennis Reichelt
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Rezensionen media-mania.de von Stefan Knopp
x-zine.de von Schwertfang
Weitere Informationen Ulisses-Produktseite
Mit freundlicher Genehmigung der
Ulisses Spiele GmbH

Klappentext[Bearbeiten]

Am Spieltisch hat Halgor das As meist alle Trümpfe in der Hand. Dem magischen Widersacher gegenüber, der ihm erst einen und dann gar einen zweiten Mord unterschiebt, muß er passen. Bis er während der Namenlosen Tage die Möglichkeit bekommt, einen Pakt mit einem Erzdämon der Rache zu schließen. Fortan hat Halgor nur zwei Ziele vor Augen: die Überführung des wahren Täters und tödliche Vergeltung - sei es um den Preis seiner gesamten Existenz.
Klappentext von Der Spieler; zur Weiterverwendung siehe Ulisses-Disclaimer

Inhaltsangabe[Bearbeiten]

  • Der Spieler Halgor „das As“ spielt sich (fast) um Kopf und Kragen, nur um bei seiner Geliebten, der Hure Marisha, besser landen zu können. Dabei wagt er es sogar, einen Pakt einzugehen. Erstmals werden Erzdämonen etwas mehr beschrieben, aber nicht unbedingt originell.
  • Ein aus den Garether Elendsvierteln stammender Mann hat sich in seinem Leben an den Garether Spieltischen einen Namen gemacht: Nun heißt er überall nur noch „Halgor das As“. Mittlerweile hat er auch ein beachtliches Vermögen erspielt und plant mit seiner Freundin ein neues Leben anzufangen, wenn sie erst genug Geld zusammen haben.
    Eines Tages wird ihm jedoch ein Mord in die Schuhe geschoben, den er nicht begangen hat. Um den wahren Mörder des Opfers zu finden, schließt er einen Pakt mit einem Erzdämon: Blakharaz, dem Herrn der Rache und der Folter.

Zusatzinformationen[Bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten]

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Bewertung[Bearbeiten]

Roman: Der Spieler (Rangliste)
Note Bewertung durch Unterschrift (Anleitung)
sehr gut  (1)  Thjorsa, Asmina von Riva, Aikar Brazoragh, Raskir Svallasson, Lidon, Crysis, Nickolaas, Rondrian, Boromil Hollerow
gut  (2) Sunkist, Torjin, Danzelot, Boronian Westfal, Quandt, Dom1982m, Orci
zufriedenstellend  (3) Geron, Scoon
geht so  (4) Nottr
schlecht  (5) Adanos
Durchschnitt 1.9
Median 2
Stimmen 20

Kommentare[Bearbeiten]

Lidon:

Durchdacht und spannend erzählt. Meines Erachtens wirklich empfehlenswert.

Adanos:

Sehr farblos, langweilige Story und irgendwie unrealistisch (ohne das Ende verraten zu wollen). Lesen und vergessen.

Thjorsa:

In dem Roman wird das garether Spielermilieu geschildert, mit all seinen Facetten. Wo wird gespielt? Wer darf an diesen Spielen teilnehmen? Woher kann man sich liquide Mittel verschaffen? Wo lagert man sein Geld, wenn man den Banken nicht traut? Wie wird ein Spiel vor magischem Falschspiel geschützt, wenn es um hohe Beträge geht?
Obwohl Halgor das As keine magische Begabung besitzt, hat er das Privileg, mit einem Erzdämon einen Pakt einzugehen, was trotzdem „realistisch“ ist, wie man im Roman erfährt. Es ist der innerliche Konflikt Halgors zu erkennen: Einerseits ist er ein treuer Anhänger Phex (muss man doch als „Berufsspieler“ sein...) und andererseits hat er mit einem Erzdämonen, der ihm immer wieder Sachen gegen seinen Willen einreden will, einen Pakt geschlossenen, den er unbedingt wieder brechen will.
Halgor bekommt zur Aufklärung des Mordes Hilfe von Thanos, einem Magus. Durch dieses Zusammenspiel eines einfachen Spielers, der in seinem ganzen Leben nichts anderes gelernt hat als mit Karten umzugehen, und des gebildeten Magiers, wird das Magieverständnis der bürgerlichen Schicht klar gezeigt und man erkennt, wie mächtig ein Magier anderen gegenüber ist.
Als Erzählperspektive wurde weitgehend die erste Person des Protagonisten Halgor dem As gewählt.
Die Schilderung der geldverprassenden Adligen und des, aus den Slums stammenden, gerissenen Spielers die sich im Boltan (das Poker in der DSA-Welt) gegenseitig das Geld abknöpfen, geben eine wunderbare Milieubeschreibung ab. Aus dem Aufzeigen, wie magiebegabte Personen von der breiten Masse des Volkes mit (Ehr-)Furcht angesehen werden, und welche unvorstellbaren Möglichkeiten Magier nicht haben müssen, wird eine Art Alltagsaberglauben der mittelreichischen Bevölkerung (anhand von Halgor dem As) aufgezeigt. Aus den Zeilen des Buchs trieft nur so die Spannung heraus und als Leser kann man sich wunderbar selbst Gedanken über den Tathergang machen, und eigene Hypothesen aufstellen.
Auf alle Fälle empfehlenswert!

Nottr:

Anfänglich eine interessante Geschichte mit starken Einzelszenen, beispielsweise das Boltanspiel, wird der Roman leider immer schlechter und unrealistischer. Was als originelle Ideen in dieses Buch eingebracht wird, geht leider größtenteils schief.

Rondrian:

Der Roman hat mich seinerzeit total gepackt! Auf spannende Weise wird der Leser hinab in die Tiefen eines Paktes mit einem Erzämonen gezogen... Einfach großartig! Unbedingt zu empfehlen!

Rezensionen[Bearbeiten]

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Rezension vorhanden:
Rezension von Boronian Westfal (2008)

Halgor, das As ist an den Boltantischen Gareths eine häufiger Gast. Sein Geschick und sein Glück sind beinahe legendär, nicht umsonst hat er sich mit seinen flinken Händen aus dem Elendsviertel Meilersgrund hochgearbeitet. Die Götter scheinen ihm wohlgesonnen zu sein: Sein Vermögen wächst, er ist glücklich verliebt und schon bald würde er sich in besseren Gesellschaftskreisen bewegen. Doch dann gerät er unversehens in ein tödliches Komplott und sieht sich zum äußersten gedrängt – er geht einen Pakt mit dem Herrn der Rache ein. Doch was passiert mit Halgor, dem Spieler? Hat er sehenden Auges seine Seele den Niederhöllen verschrieben, oder gibt es doch einen Ausweg?

Der erste Roman von Christian Jentzsch spielt in der größten Metropole Aventuriens, einer Stadt, in der die einzelnen Viertel allein mehr Menschen beheimaten als in vielen anderen Orten. So unterschiedlich diese Stadtviertel auch sind, von der gleißenden Innenstadt mit ihren Villen und Palästen, den Tempelbezirken und der güldenen Kuppel des Praiostempel bis hin zu den düsteren Mietskasernen Meilersgrunds und dem Elend des Südviertels – überall dort verfolgen die Menschen ihre Ziele. Die einen kämpfen verzweifelt gegen den Hunger, andere spinnen Intrigen gegen die eigene Familie, um ihrerseits ein beträchtliches Erbe anzutreten. Was aber passiert, wenn sich die Schicksale von Adel und Pöbel vermischen? Was wenn Magie im Spiel ist und selbst dämonische Mächte ihre dunklen Hände im Spiel haben? Das ist der Inhalt dieses unterhaltsamen Romans. Der Autor versteht es vortrefflich, die Kaiserstadt Gareth in Szene zu setzen. Der Leser wird direkt in die Gassen zwischen weißgetünchten Fachwerksbauten oder rattenverseuchte Gossen hineingezogen. Die Vorstellung, wie es den Menschen hier ergehen mag, fällt nicht schwer, die Handlung bezieht viele Aspekte mit ein.
Dies alles kann aber leider nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die Figuren in diesem Roman hauptsächlich von einem Gefühl geprägt sind: RACHE! Gut ¾ der Erzählung drehen sich um dieses zentrale Element, vor allem die Hauptperson Halgor scheint nicht einmal einen Gedanken an einen anderen Ausweg zu verschwenden. Wie kann sich aber ein einfacher Spieler aus den Fängen eines Erzdämons befreien? Ist es möglich, einen besiegelten Pakt nichtig zu machen oder gar einen der finsteren Zwölf zu betrügen? Auch die anderen Personen, so sie eine wichtigere Funktion haben, erscheinen sehr einfach gestrickt. Sie erfüllen ihre Rolle in der Geschichte, eigene Bedürfnisse scheinen sie aber nicht zu haben, sodass Kollisionen zwischen ihren Plänen und Halgors Wünschen ausbleiben. Dies würde aber sicherlich ein weiteres Tor öffnen, um die Handlung origineller, realistischer und spannender zu machen. Vor allem das Ende des Romans kommt noch hinzu, dass die Geschichte so gar nicht zu den gültigen Vorstellungen über Götter und Dämonen passen wollen. Es kommt zwar sehr vorhersehbar, aber insgeheim hofft man als Leser doch, dass das Ende anders aussehen könnte, zumal man auch am Spieltisch die Situation anders darstellen würde.

Insgesamt gesehen, gehört der Spieler sicher zu den unterhaltsameren DSA-Romanen. Es gibt keine richtigen Hänger und Längen in der Geschichte, hauptsächlich bringt der Autor originelle Ideen ein, lediglich die Auflösung enttäuscht eingefleischte Fans des Rollenspiels wohl doch einigermaßen. Interessant an der Erzählung sind wohl auch die – vor allem zu Beginn – ausgedehnten Boltansequenzen. In einer Zeit, da Poker auch in der Realität boomt, ist es beinahe schon witzig zu lesen, dass auch in Aventurien ein ähnliches Spiel so große Popularität genießt. Vor allem die Ausgestaltung der beschriebenen Partien fällt erstaunlich gut ausgefeilt und spannend aus. „Der Spieler“ ist also im Großen und Ganzen eine Geschichte, die zu fesseln weiß, wenn auch manche Aspekte zu kurz kommen.

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