Aventurischer Bote Nr. 144

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Sonderausgaben:
Allav. Con 2002Magische Zeiten 2005SPIEL 2006RatCon 2011RatCon 2013Garether Stadtbote
RatCon 2015


Aventurische Archive:
Kleinodien (#1-#20)I (#23-#36)II (#37-#43)III (#44-#54)
IV (#55-#61)V (#62-#65)VI (#66-#69)VII (#70-#73)
VIII (#74-#77)Sammelband I (#23-#61)


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[?] Aventurischer Bote Nr. 144
AvBote 144.png
Hintergrund: Vorab-Cover von Wege der Alchimie
Bild von JonHodgson
Aventurischer Bote
Aventurisches Datum PRA 1033 BF bis PRA 1034 BF
Seitenzahl 8 s/w, 32 farbig
Unterseiten
Index Automatischer Index
Errata Offizielle Errata
Inoffizielle Errata
Mitwirkende
Redaktion
Autoren Chris Gosse, Heike Kamaris, Stefan Küppers, Uli Lindner, Jörg Raddatz, Lars Reißig, Daniel Simon Richter, Stefan Unteregger, Anton Weste, Oliver Baeck, Heiko Brendel, Tina Hagner, Tilo Hörter, Christian Hötting, Marc Jenneßen, Michael Masberg, Kai Rohlinger, Martin Schmidt, Wolf S.
Illustrationen Zoltan Boros/Agentur Kohlstedt, Caryad, Matt Dixon, Ina Kramer, Melanie Maier, Christian J.N. Müller, Dere-Globus-Projekt, Diana Rahfoth, Patrick Soeder, Florian Stitz, Mia Steingräber (Titelzeile), Jon Hodgson (Cover)
Auflagen
Erscheinungs­datum 2010/11/26 " 26. November 2010 (November/Dezember 2010)
Preis 3,50 €
Erschienen bei Ulisses Spiele
Erhältlich bei
Links
Weitere Informationen
Mit freundlicher Genehmigung der
Ulisses Spiele GmbH

Inhalt - Irdischer Teil[Bearbeiten]

Seite(n) Titel Art
2 Editorial Intern
3-4 Tractatus contra Bestias – Der Minotaurus Spielhilfe
5-6 Magierorden für Spieler Spielhilfe
7-8 Von Zauberspiegeln und Wahrheitstränken Werkstattbericht zu Wege der Alchimie
9-11 Der Spiegelpalast zu Zorgan Ortsbeschreibung
11-16 Zerbrochen Szenario
16-17 Uhrwerk Verlag Lizenznehmer
18-19 Geschichte(n) aus den streitenden Königreichen Hintergrund
20-21 Die DSA-Redaktion im Wandel der Zeit Intern
22-23 ... auf der RatCon und auf der Spiel 2010 Con-Auftritte
24-25 Carmos' Blutige Schar Myranor
26 Der Flecken Keinsbrunn Ortsbeschreibung
27 Justifiers Werbung
28-30 Meisterinformationen
30 Chronologie der inneraventurischen Ereignisse im Aventurischen Boten 144 Chronologie
31 John Sinclair Werbung
32 Abocoupon und Impressum Interna

Inhalt - Aventurischer Teil[Bearbeiten]

Seite(n) Titel Untertitel aus Zeit
A1-A2 Ein Gruß aus kluger Zeit Nordmärker Nachrichten PER 1033 BF
A2-A3 Flussvaters Warnung Nordmärker Nachrichten TSA 1033 BF
A3-A4 Was gut ist für die Nordmarken, ist gut für das Reich? Alanfanischer Tempelrufer
A4-A5 Unterwegs in Phexens Namen Nordmärker Nachrichten PHE 1033 BF
A5 Fall, Aufstieg und Ende Meinhardt 'der Mordbrenner' getötet Gratenfelser Gazette
A5-A6 Von den Anmaßungen eines Usurpators Tobrisches Wolfshorn PRA 1034 BF
A6-A7 Das Ende der Aufstände Der Fürstkomtur hat Gericht gehalten – Blutrichter von Elburum neuer Komtur von Jergan Der Greifenbalg PER 1033 BF
A7 Die Blüte des Bornlands ist verwelkt Festumer Flagge PHE 1033 BF
A8 Die Kaiserin bietet Haffax die stählerne Stirn Reichskongress und Heerschau: Rohaja von Gareth ruft ihre Fürsten und Edlen in Perricum zusammen Aventurischer Bote PER 1033 BF

Kritik[Bearbeiten]

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Bewertung[Bearbeiten]

Aventurische Bote: Aventurischer Bote Nr. 144 (Aventurische Bote|Rangliste)
Note Bewertung durch Unterschrift (Anleitung)
sehr gut  (1) 
gut  (2)
zufriedenstellend  (3) miro
geht so  (4) Theaitetos
schlecht  (5)
Durchschnitt 3.5
Median 3.5
Stimmen 2

Kommentare[Bearbeiten]

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Rezensionen[Bearbeiten]

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Rezension vorhanden:
Rezension von Fieser Meister, 2010

Äußere Erscheinung

30 Seiten Mantel + 8 Seiten aventurischer Teil. Vom Mantel gehen das Titelblatt, die erste Seite (Inhaltsverzeichnis und Vorwort) sowie eine Seite Werbung ab; das macht 27 Seiten Mantelinhalt und damit zwei Seiten mehr als im letzten Boten. Das Titelbild stammt von der kommenden SH „Wege der Alchemie“ und gefällt mir gut. Es ist sehr stimmungsvoll und die Einarbeitung in den Rahmen des Boten-Titels ist auch gut gelungen.

Inhalt des Mantels

Der Bote beginnt mit einer Vorstellung des Minotaurus aus der Reihe „Tractatus contra Bestias" auf zwei Seiten. Sowohl die aventurischen als auch die myranischen Minotauren werden vorgestellt. Abgesehen von den Spielwerten am Ende ist der Artikel aus aventurischer Sicht geschrieben, kann also den Spielern zugänglich gemacht werden. Der Text selbst ist gut geschrieben und bietet einige Ansätze für die Verwendung im Spiel, allerdings hätte ein Anhang mit Meisterinformationen eben diese erleichtert. So bleiben doch eine ganze Reihe unbeantworteter Fragen stehen, die der Meister kaum zufriedenstellend wird beantworten können, ohne mit offiziellen Setzungen zu gewissen Ereignissen der näheren aventurischen Zukunft zu kollidieren (Stichwort: „Orkland“).

Es folgt eine ebenfalls zweiseitige SH „Magierorden für Spieler“. Was interessant klingt, entpuppt sich als eine ziemlich überflüssige Angelegenheit: Der Artikel ist eine Zusammenstellung von Informationen aus früheren Boten, die nur umformuliert wurden. Das einzig Neue sind Hinweise darauf, wie man seinen Helden durch Anpassung und Wahl von Talenten und Fähigkeiten zum Ordensmagier „umbauen“ kann. Die neuen Informationen beschränken sich übrigens auf eine Aufzählung der Talente – ich frage mich wirklich, wer etwas davon hat: Spielern, denen die „alten“ Boten (ab # 122) mit den Ordensbeschreibungen zur Verfügung stehen, hätte eine Aufzählung der Talente und Fähigkeiten auf einer Viertelseite gereicht. Neue Spieler, die sich einen Ordensmagier zulegen wollen, benötigen aber für die angemessene Ausgestaltung sowieso die detaillierte Beschreibung der Orden aus den entsprechenden Boten, die übrigens auch Hinweise für Spieler enthielten. Anstelle solcher – pardon – Platzverschwendung hätte ich lieber eine neue Ordensbeschreibung in der bewährten Qualität gelesen. Oder eine Aktualisierung, da die Informationen zu den Orden bis zu fünf aventurisch Jahre alt sind: Lebt Thallian de Refadeon noch? Wie hat sich der OCR seit Fremmelshof entwickelt? etc. Das Bild ist zudem eine Zweitverwertung aus AB 135. Und: Es sind nur weißmagische Orden aufgenommen, ohne daß dies erklärt würde. Auch ein Hinweis auf eine Reihe, die in kommenden Boten fortgesetzt würde, besteht nicht. Fazit: Platz und Potential verschenkt.

Als nächstes finden wir einen Werkstattbericht (zwei Seiten) zu „Wege der Alchimie“. Die Autoren bieten hier einen knappen und dennoch informativen Überblick über die kommende Publikation. Zumindest haben sie es geschafft, mir (der sonst gar nichts mit Werkstattberichten anfangen kann) Appetit auf WdA zu machen. Und mit der Vorstellung eines neuen Regelelements, der „Labor-Stufe“, haben sie außerdem ein kleines, aber vollwertiges Regelmodul zur Verfügung gestellt, das man auch verwenden kann, ohne die SH zu kaufen – auch wenn es dort sicher noch ausführlicher beschrieben sein wird. Die beiden Ilustrationen geben ebenfalls einen guten Einblick.

Es folgt mit „Der Spiegelpalast zu Zorgan“ die Vorstellung eines gut bespielbaren und eng mit einer aktuellen Metaplotlinie („Hinter dem Schleier“) verbundenen Schauplatzes. Dem Autor gelingt es hier, auf weniger als drei Seiten einen umfang- und abwechslungsreichen Abenteuerschauplatz vorzustellen und ihn mit Personen und Abenteuervorschlägen zu versehen. Meisterinformationen runden den Text ab. Besser kann man den zur Verfügung stehenden Platz kaum nutzen.

S. 11-16 enthalten den Höhepunkt dieser Ausgabe: Das Szenario „Zerbrochen“ von Stefan Unteregger. Hierzu habe ich eine eigene Rezension verfasst, siehe Zerbrochen#Rezensionen.

Es folgt ein Text aus der Reihe „Lizenznehmer“, diesmal zum Uhrwerk-Verlag. Meiner Meinung ist diese Art von als Artikel getarnter Werbung nicht nur überflüssig, sondern wirklich fehl am Platze. Ulisses tut sich damit keinen Gefallen.

Der nächste Artikel ist eine zweiseitige SH zum Thema „streitende Königreiche“. In Form eines Überblickes wird hier die aktuelle Situation in Andergast und Nostria beschrieben. Nicht nur die Zustände bei Hofe, also die hohe Politik mit ihren Intrigen und Abhängigkeiten, sondern auch die Mentalität der einfachen Leute werden kurz zusammengefaßt. So wünscht der Spielleiter sich AB-Artikel: Knapp und dennoch inhaltsreich, mit Verweisen auf andere Publikationen und sogar einigen Andeutungen für Meister. Ein weiterer, sehr lesenswerter Beitrag! Nur eine Anmerkung (MI zu Nostergast): Wie kann es sein, daß Jahre nach der Großen Seuche Nostria-Stadt immer noch nicht wieder aufgebaut und „zum guten Teil entvölkert ist und dort verschiedene Diebesbanden ihr Unwesen treiben“, gleichzeitig aber der kostspielige Hofstaat dort residiert und zwei große Adelstreffen im Jahr stattfinden?

Die vier folgenden Seiten habe ich nur kurz überflogen, da hier die Serien „Die DSA-Redaktion im Wandel der Zeit“ und „Con-Auftritte“ weitergeführt wurden. Solche Artikel sind in meinen Augen Seitenfüller – schon gar in Internetzeiten, in denen alle hier verfügbaren Informationen im virtuellen Blog- und Foren-Raum der offiziellen und halboffiziellen Seiten wesentlich besser aufgehoben wären.

Auch Myranor hat in diesem Boten wieder Berücksichtigung gefunden: Der Artikel „Carmos’ blutige Schar“ erzählt auf zwei Seiten die Geschichte einer brutalen Söldnertruppe aus myranischen Minotauren. Unter den Überschriften „Geschichte“, „Symbolik“, „Organisation“, „Mentalität der Mitglieder“ und „Szenarioideen“ wird dem Meister hier ein Paket zusammengestellt, mit dem er im Grunde sofort losspielen kann. Die Schar fügt sich in den myranischen Erzählzusammenhang ein, ist glaubwürdig und eignet sich als starker Gegner für Experten ebenso wie für Helden mittlerer Stufen. Selbst Anfänger kann der Meister mit diesen Berserkern konfrontieren – dann aber bitte nur in einem Flucht-Szenario… Die Szenarioideen, und das hat mich besonders gefreut, sind relativ unkonventionell bzw. originell und bieten auch Querverbindungen zu mythologischen Hintergründen Aventuriens. Die Verbindung zum Artikel über Minotauren ist ebenfalls eine gute Idee – man kann beide Artikel getrennt voneinander benutzen, sie aber auch gewinnbringend zusammenführen. Sogar eine Verlagerung des dritten Szenariovorschlags ins aventurische Orkland könnte ich mir vorstellen.

Der letzte Artikel vor den Meisterinformationen ist die Vorstellung eines Dorfes in den Schwarzen Landen, das vom Schmuggel lebt. Ein kleiner Text für ein Zwischenspiel in den Schwarzen Landen, den man zwar weiter ausbauen könnte (z.B. als „Basis“ für Abenteuer in der Region), ob sich das allerdings lohnt, ist fraglich. Für den Wegesrand aber sehr gut geeignet, da es weder Bombast enthält noch langweilig wirkt.

Aventurischer Teil

Die aventurischen Nachrichten bieten in gewohnter Weise Material, das man seinen Spielern bedenkenlos zugänglich machen kann. Etwas gestört hat mich, daß die Hälfte aller Artikel aus den Nordmarken berichtet, da wäre weitere derographische Streuung nicht verkehrt. Geradezu ärgerlich dagegen ist das Fehlen von Meisterinformationen zu fast allen Artikeln. Ein Artikel, der nicht nur erzählerisch berichtet, sondern offensichtlich Geheimnisse behandelt oder kommende Abenteuerhandlungen vorbereitet, sollte für den Meister auch entsprechend aufbereitet werden – und sei es nur durch einen kurzen Hinweis auf eine kommende Publikation. Bei fast allen Texte hatte ich – als Spielleiter – das Gefühl, nach der Lektüre weniger zu wissen als vorher. Von den drei Meisterinformationen, die zu Artikeln bereitgestellt werden, sind dagegen zwei für das Spiel gut brauchbar, der dritte rein informatorischer Natur. Zu einem Artikel über das Schicksal der Glorania-Expedition des Fjadir von Bjaldorn stellt der Bote ein ganze, gut zweiseitige, Spielhilfe zur Verfügung, die mit ihrer Übersichtlichkeit und vielen Spielhinweisen sowie Szenarioideen für jeden unverzichtbar werden wird, der im Bornland der Gegenwart und Zukunft spielt. Das Bornland bietet hier endlich auch einmal Raum für Handlungen um Macht, Intrigen und Verrrat.

Gesamteindruck und Fazit

Der Bote enthält für eine DSA-Veröffentlichung mit etwa einem pro Seite relativ wenige Rechtschreibfehler. Mir ist das zwar immer noch zuviel, aber ich bin da auch außerordentlich empfindlich. (Die Fußnägel haben sich mir allerdings bei der Verwendung des Substantivs „Frau“ als Indefinitvpronomen „frau“ hochgerollt (Seite 10) – das ist kein Deutsch, auch wenn es vielleicht irgendwelchen feministischen Sprachanpassungsritualen entspricht.) Ansonsten aber sticht der Bote dieses Mal durch gute Sprache, Textauswahl und –anordnung hervor. Die oben genannten negativen Aspekte können nicht darüber hinwegtäuschen, daß der Bote seit der Umstellung auf Farbigkeit stetig besser geworden ist. Die „Kinderkrankheiten“ scheinen überstanden und die noch bestehenden Probleme lösbar zu sein. Ich kann deshalb für diesen Boten – trotz allem – eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Allein das Szenario ist den Preis wert.



Rezension von Theaitetos

Viel Wesentliches wurde schon von Fieser Meister genannt, daher hier eine Ergänzung.

Inneraventurischer Teil

Langfristig mit anderen Boten verglichen, hat #144 deutlich an Qualität und Quantität abgebaut was das Inneraventurische betrifft. Dafür dass man 2 Monate auf einen Boten warten muss, ist das, was er bietet, kläglich schlecht.

Es gab ja schon in den letzten Boten viele Artikel über die Nordmarken, gut und schön, aber dies hier brachte das Fass zum Überlaufen. Mehr als die Hälfte aller Artikel dreht sich allein um die Nordmarken, und das bei einem Stellenwert von "In den Nordmarken ist ein Karteoffelsack umgefallen":

  • Zwei Seiten (mit Titelbild!) über irgendein Siegel, das in den Nordmarken kaputt gemacht wurde; aber anstatt die Geschichte mit einem beiliegenden Szenario spielbar zu machen und ihr einen Sinn zu geben, entpuppt sie sich als völlig rahmen- und nutzloses Geschreibsel.
  • Eine Seite über irgendeine Geistererscheinung vor der sich ein paar Leute fürchten - auch hier ohne Rahmenhandlung, ohne Sinn, ohne Nutzen.
  • Eineinhalb Seiten über die Streitigkeiten in der Familie vom Großen Fluss aus Sichtweise eines Al'Anfaner Gelehrten - diese exotische Sichtweise ist sicherlich interessant, der Artikel ist es aber nicht.
  • Eine Seite über irgendein merkwürdiges Gespräch von ein paar Händlern, denen jemand einen Wagen weggenommen hat. Ist im ganzen Rest Aventuriens wirklich nichts wichtigeres passiert? Reissäcke auf Maraskan umgefallen?
  • Das Ende von Meinhard dem Mordbrenner: Ein Artikel, der praktisch nur sagt, dass er gestorben ist, nichts neues oder nützliches, was nicht schon in vorherigen Boten stand. Anstatt dass man also "böse" Meisterpersonen aufbaut (weil die langsam ausgehen), die man später für Abenteuer oder Plots nutzen kann, schreibt man einen weiteren nutzlosen Artikel über eine Person, die Meister sonst für Abenteuer in Albernia und den Nordmarken hätte nutzen können. Gewinn für das Spiel oder den Leser: -1.
  • Dann endlich, ganz unten auf Seite 5 kommt der erste Nicht-Nordmarken-Artikel: Es geht um Arngrimm von Ehrenstein, bzw. um einen seiner Steuereintreiber, der versuchte - man glaubt es kaum - Steuern einzutreiben. Keine MI dazu, keine weiteren Infos über Tobrien oder "Schattenlande". Als Artikel ein weiterer Reinfall, wo man doch endlich hoffte mit dem Ende des Nordmarken-Wahns wären auch die Artikel von höherer Qualität.
  • Eine Seite über Maraskan (die Ereignisse aus Der Lilienthron); ein guter Artikel, der informiert und in deutlichem Zusammenhang mit aventurischem Plot steht. Endlich.
  • Der anschließende Bornland-Artikel ist eine halbe Seite lang und ist der beste des ganzen Boten - nicht dass es da große Konkurrenz gegeben hätte - aber er ist sehr gut im Farbteil aufbereitet und bietet die Grundlage für vielerlei Szenarien und Abenteuer im Bornland. Mehr davon!
  • Die letzte Seite mit einem Aufruf Rohajas zum Kriegsrat wider Helme Haffax. Klingt gut, ist es aber nicht. Dass Haffax einen Brief geschickt hat, und eine Frist setzte, ist bereits bekannt. Dass es dazu Beratungen geben wird kann sich jeder denken. Der Artikel hätte es in einem "althergebrachten" Boten nur auf die letzte Seite unter die "Kurzmitteilungen" geschafft, hier wurde er aber zu einer vollen Seite aufgebläht mit einer langweiligen Einladung und einem Kommentar Arela Weißblatts. Und der Kommentar hat es in sich: "Die neue Stärke der Kaiserin" - ja, nachdem man sich entschieden hatte das Mittelreich geeigneter für Abenteuer zu machen, indem man im Jahr des Feuers alle Ordnung einäschert, da wird die Kaiserin aufeinmal wieder stark, bedeutend, nimmt alle - selbst das Horasreich - in die Pflicht und bekräftigt den Hegemonialanspruch des Raulschen Reiches über Aventurien. Ist dies nicht nur inneraventurisch völlig daneben (Selindian Hal ist noch immer Gegenkaiser), so widerspricht dies doch auch dem erklärten Ziel für das "neue Mittelreich-Setting". Dass der Kommentar auch noch jeder tieferen politischen Einsicht entbehrt und nur offensichtliches aus dem Artikel aufzeigt - was so gar nicht zu Arela Weißblatt passt - ist dann der krönende Abschluss eines missratenen Inneraventurischen Boten.

Fazit:
Der Inneraventurische Teil ist der schlechteste den es seit der Umstellung auf Farbe und neuem Layout gegeben hat. Ich hoffe dass er auch bis in alle Zukunft der schlechteste seiner Art bleibt. Als Empfehlung für #145: Ähnlich Almada sollte für die Nordmarken nun eine Nachrichtensperre gelten.

Farbteil

  • Die Minotaurus-Spielhilfe ist gut. Abgesehen von der Setzung dass die blutrünstigen, Brazoragh-gefälligen Minotauren, die Frauen rauben und vergewaltigen, strenge Vegetarier sind, ist alles andere daran nützlich und gut geschrieben. Da es aus inneraventurischer Sicht ist, hätte man dies sogar in den Inneraventurischen Teil bringen können, und dafür einigen Müll dort streichen. Nur um das Bild wäre es schade gewesen, dass in Farbe natürlich mehr hermacht. Am Ende sind Werte angegeben, die die Spielhilfe sinnvoll ergänzen.
  • Die Magierorden-Spielhilfe... ist Müll. Was auch immer sich ein Leser davon gewünscht haben mag, so niedrig kann eigentliche keine Erwartung sein, dass man damit etwas anfangen kann. Es gibt keine neuen Infos, und welche Talente in den jeweiligen Orden besonders gelehrt werden kann sich ja wohl jeder KL 6 Ork selber denken. Zwei Seiten Platz verschenkt und Erwartungen bitter enttäuscht.
  • Der Werktstattbericht zu Wege der Alchimie ist an sich sehr gut, interessant und macht Vorfreude auf das kommende neue Werk. Die Aussage dass man die Regeln nicht richtig überarbeiten will, lässt ein mulmiges Gefühl zurück, aber was genau damit gemeint ist, kann man sowieso nicht herauslesen. Meiner Meinung nach ist der ganze Werkstattbericht aber doch Werbung und gehört nicht in den Boten. So gut der Artikel auch ist, und so sehr man bei den Lesern des AvBo dafür werben will, eine kurze Angabe und ein Link zu einer Beschreibung im Internet wäre mEn der bessere und richtige Weg gewesen.
  • Der Spiegelpalast zu Zorgan wartet mit schönen Bildern aus dem DereGlobus auf, und beschreibt einen Schauplatz für die kommenden Aranien-Abenteuer, gibt sogar selbst ein paar Vorschläge. Finde ich insgesamt gelungen, auch wenn der Artikel selbst etwas langatmig in der reinen Architekturbeschreibung ist.
  • Zerbrochen - das richtige Juwel in diesem Boten. Verzahnt mit der Quanionsqueste ist dieses Szenario ein Muss für Freunde des Lichts.
  • Dann kommt etwas über den Uhrwerk-Verlag. Kurz gesagt: dröge Werbung, die nicht in einen Boten gehört, zumindest nicht auf 2 vollen Seiten. Wofür gibt es das Internet, wo sich ein Lizenznehmer selbst interaktiv vorstellen kann. Aber man zahlt doch nicht für eine Zeitschrift, die ohnehin nur 6 Mal im Jahr erscheint, um dann Werbung in Form von Artikeln zu erhalten - da wäre mir eine Seite mit der "Elfe des Monats" und einem Banner "Der Uhrwerk-Verlag" lieber.
  • Die Nostergast-Spielhilfe ist endlich wieder etwas gutes. Hier hat man 2 Seiten mit echtem Inhalt, den man begierig aufsaugen kann, auf dem man Abenteuer entwickeln kann. Sehr schön.
  • Dann wieder vier Seiten Selbstbeweihräucherung oder was-weiß-ich. Sicher bin ich mir nur dass dieses "Die DSA-Redaktion im Wandel der Zeiten" und "Ulisses auf Cons" extrem nervig ist. Es gehört ins Internet, gerne darf man Links dazu abdrucken, aber es gehört nicht in den Boten. Selbst Hugh Hefner hat den Anstand nicht seitenlange Artikel über sich selbst im Playboy abzudrucken (hab ich zumindest gehört ic_censored.gif).
  • Das Ende nimmt sich wieder sinnvoll aus: Eine kleine Ortsbeschreibung beispielhaft für Handel in Schwarztobrien und Carmos' Blutige Schar, beides gute Artikel.

Fazit:

Der Bote #144 ist inneraventurisch Müll und lediglich die Lichtblicke (im wahrsten Sinne des Wortes) wie Zerbrochen, und die Spielhilfen zu Bornland, Nostergast und Minotauren reißen die Wertung für mich aus dem tiefsten Limbus auf eine 4. Wäre es nicht der Fall gewesen, dass ein Drittel nur verkappte Werbung war und das Herzstück des Boten - das "Aventurische" - solcher Schrott, dann hätte ich auch eine 2 oder eine 1 gegeben, denn die oben genannten Lichtblicke sind wirklich so gut.

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